Umformen

Kommunikation zwischen Wissenschaft und Industrie stärken

09.08.2011 | Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Prof. Dr.-Ing. Ralf Kolleck, Leiter Institut Tools & Forming: „Die wirtschaftliche Herstellung von Komponenten aus hochfestem Stahl erfordert ein intensives Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen.“ Bild: Kuhn

Vom 19. bis 21. September 2011 findet in Graz die TTP2011 (Tools and Technologies for Processing Ultra High Strength Materials) statt. Diese Veranstaltung ist insbesondere dem Umformen hochfester Blechwerkstoffe gewidmet. Dabei steht der Informationsausstausch zwischen der Wissenschaft und den Industrieexperten im Vordergrund.

Über die hochinteressanten Beiträge hinaus hat die Veranstaltung aber noch mehr zu bieten. Dazu befragten wir Prof. Dr.-Ing. Ralf Kolleck, der seit sieben Jahren das Institut Tools & Forming am Frank Stronach Institut in Graz leitet und für die Organisation und Durchführung der TTP2011 verantwortlich zeichnet.

Vom 19. bis 21. September findet in Graz die TTP 2011 – Tools and Technologies for Processing Ultra High Strength Materials statt. Was muss man sich unter der Veranstaltung im Allgemeinen vorstellen?

Kolleck: Die Verarbeitung von (ultra-)hochfesten Blechwerkstoffen gewinnt gerade durch die verstärkte CO2- und Leichtbaudiskussion zunehmend an Bedeutung. Zur wirtschaftlichen Herstellung dieser hochfesten Komponenten bedarf es einem intensiven Zusammenspiel unterschiedlicher Disziplinen. Neben den Halbzeugen Blech und Werkzeugwerkstoffen haben die Blechumformverfahren, Werkzeug- und Anlagentechnologien wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung der Prozesskette.

Das Ziel der Konferenz ist es die einschlägigen Fachleute aus den verschiedenen Disziplinen zu einem Informationsaustausch zusammenzubringen und so eine Networking- und Informationsplatform, die die Wissenschaft und Industrie zur intensiver Diskussion anregt, zu schaffen. Daher steht die Veranstaltung unter dem Motto Science Meets Industry.

Ist das die erste Veranstaltung dieser Art und wer ist der Ausrichter?

Kolleck: Im letzten Jahr durfte das Institut Tools & Forming die 50. Jubiläumsveranstaltung der IDDRG (International Deep Drawing Research Group) ausrichten. Diese Veranstaltung haben wir erstmals unter das Motto Werkzeuge und Technologien zur Verarbeitung höchstfester Werkstoffe gesetzt. Wir konnten 180 internationale Experten nach Graz holen, wobei 75% der Teilnehmer aus unterschiedlichen industriellen Bereichen waren. Dies hat uns gezeigt, dass es sehr wichtig ist dieses Thema intensiv weiter zu entwickeln und eine wiederkehrende Veranstaltungsreihe mit diesem Themenschwerpunkt anzubieten.

Wen spricht diese Veranstaltung in erster Linie an?

Kolleck: Die Teilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Industrieunternehmen. Wir sprechen ganz gezielt die Experten aus den jeweiligen Bereichen an, bis zum heutigen Tag haben sich schon etwa 90 Teilnehmer angemeldet, die sowohl aus der Führungsebene als auch den verarbeitenden Bereichen kommen.

Ist die TTP 2011 eine rein wissenschaftliche Veranstaltung oder sind auch, was die Vorträge betrifft, Industriepartner mit von der Partie?

Kolleck: Wir haben ganz bewusst intensiv Industriepartner angesprochen, die mit ihren Vorträgen die rein wissenschaftlichen Beiträge abrunden. Hieraus entsteht auch die besondere Chance des Kommunikationsaustausches zwischen Wissenschaft und Industrie.

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