Messe Stuttgart

Laser-Messe Lasys legt den Fokus auf die Anwendung

13.02.2008 | Autor / Redakteur: Rüdiger Kroh / Rüdiger Kroh

„Die Lasys ist die einzige Messe für Lasermaterialbearbeitung, die sowohl Systeme als auch Verfahren zeigt, sowohl material- als auch branchenübergreifend“, sagt Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart GmbH. Bild: Messe Stuttgart

Die ganze Palette der Laserbearbeitungsformen hat die Messe Lasys im Visier, die vom 4. bis 6. März in Stuttgart ihre Premiere feiert. Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, erläutert die anvisierten Ziele und nennt die Unterscheidungskriterien der Laser-Messe Lasys zu den Wettbewerbsmessen.

MM: Herr Kromer, mit der Lasys geht in Stuttgart eine Messe speziell für die Lasermaterialbearbeitung an den Start. Wen wollen Sie auf der Aussteller- und wen auf der Besucherseite ansprechen?

Kromer: Die Lasys wendet sich an Hersteller von Systemen und Verfahren für alle Bearbeitungsformen mit dem Laser. Dazu zählen schwerpunktmäßig Laserschweißen, Laserschneiden, Laserbohren, Laserlöten und Laserbeschriften, aber auch viele weitere Anwendungen.

Hinsichtlich der Besucher verfügt Baden-Württemberg über eine beispiellose Konzentration an Unternehmen aus den Hauptabnehmerbranchen Automobil- und Zulieferindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, metallbe- und -verarbeitender Industrie, Medizintechnik sowie der Feinwerks- und Präzisionstechnik. Einen besseren Standort für die Lasys als Stuttgart, mit dem neuen Messeplatz am Flughafen, gibt es deshalb nicht.

MM: Welche Ziele haben Sie sich für die Messe-Premiere gesetzt?

Kromer: Für die Erstveranstaltung wollten wir 130 Aussteller gewinnen und eine Halle mit 10 000 Bruttoquadratmetern füllen. Dieses Ziel haben wir mit über 160 Ausstellern bereits erreicht. Der Auslandsanteil liegt bei über einem Drittel. Ein sehr schöner Erfolg für eine Premiere.

MM: Die Messe Laser in München hat im vergangenen Jahr einen besonderen Fokus auf das Thema Laser in der Fertigung gelegt. Wie will sich die Lasys davon abgrenzen?

Kromer: Die Lasys zeigt den vielfältigen Einsatz des Lasers in der Breite auf. Die Besucher können auf einer zentralen Veranstaltung komprimiert alle Systeme und Verfahren zur Lasermaterialbearbeitung finden, inklusive der dazugehörigen Komponenten.

Dabei ist die Lasys im Vergleich zu Wettbewerbsmessen allerdings keine Komponentenmesse, sondern hat ihren Fokus ganz klar in der Anwendung. Sie will Besucher aus unterschiedlichsten Branchen auf neue Ideen bringen und ist damit eine Messe der kurzen Wege für alle Beteiligten.

MM: Auch Branchenmessen wie die Euroblech oder die K decken bereits das Thema Lasermaterialbearbeitung ab. Wo wollen Sie im Konzert der Messen die Lasys platziert wissen?

Kromer: Die Lasys ist die einzige Messe für Lasermaterialbearbeitung, die sowohl Systeme als auch Verfahren zeigt, und zwar sowohl material- als auch branchenübergreifend. Die Anbieter haben bei diesem Konzept den Vorteil, dass sie nicht mehr auf einzelnen Branchenmessen ausstellen müssen, sondern auf einer Messe Kunden aus allen Anwenderbereichen der Investitionsgüterindustrie treffen können.

MM: Welche Entwicklung soll die Lasys mittelfristig nehmen und welches Potenzial trauen Sie der Messe zu?

Kromer: Wir wollen die Lasys mittelfristig hinsichtlich Größe und Internationalität weiterentwickeln. Sukzessive sollen auch die Zielgruppen erweitert werden.

Die Lasertechnik ist eine Schlüsseltechnologie und deshalb für die unterschiedlichsten Branchen interessant. Dabei steht die Branchendurchdringung in der Breite erst am Anfang. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gibt an, dass erst 10 bis 20% aller potenziellen Anwendungen der Lasertechnik in der Materialbearbeitung erschlossen sind. Hier gibt es noch ein großes Potenzial, das wir ausschöpfen wollen.

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