Faserlaser
EU-Forschungsprojekt Lift soll Faserlaser deutlich voranbringen
08.10.2009 | Redakteur/Autor: Stéphane Itasse
In der Lasertechnik setzen sich Faserlaser immer mehr durch. Nun hat sich ein breit aufgestelltes Konsortium auf europäischer Ebene zusammengefunden, um in der Faserlasertechnik neue Maßstäbe zu setzen. Ziel des Verbundprojekts „Lift - Leadership in Fibre laser Technologies“ sei es, die Führungsrolle Europas durch Entwicklung neuer Faserlaserquellen auszubauen.
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Zum einen sollen faserbasierte Kurzpulslaser für die sogenannte schonende „Kalte Bearbeitung“ von Materialien, insbesondere der immer breiter eingesetzten Spezialkeramik-Werkstoffe, entwickelt werden.
Die Entwicklung von extrem zuverlässigen, gepulsten Hochleistungs-Faserlasersystemen, die Produktionsprozesse, wie das Remote-Laserschneiden oder -schweißen, wesentlich effizienter gestalten, stehe ebenso auf der Agenda.
Drei-Farben-Faserlaser angestrebt
Als besondere Herausforderung steht im medizinischen Bereich die Verwirklichung eines Drei-Farben-Faserlasers an, wie das Fraunhofer-IWS berichtet: es sollen schmalbandige, kontinuierlich im sichtbaren Wellenlängenbereich emittierende Faserlasersysteme entwickelt werden, deren Strahlung spezifisch auf die Behandlung bestimmter Symptome, zum Beispiel Akne oder Netzhauterkrankungen, abgestimmt ist oder die Behandlung von Krebsformen mittels Photodynamischer Therapie ermöglicht.
Das Projekt erstreckt sich ferner auf den Bereich der erneuerbaren Energien, heißt es: da die technische Effizienz photoelektrischer Zellen mittlerweile nahezu am oberen Ende des Machbaren angelangt sei, konzentriere man sich bei der Herstellung von Solarmodulen auf die Verbesserung der einzelnen Produktionsschritte. Hier sollen gepulste Hochleistungs-Faserlasersysteme in Kombination mit intelligenten Remote-Strahlführungskomponenten die bisher extrem aufwendige großflächige Bearbeitung der Solar-Substrate ermöglichen.

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