Arnold Umformtechnik

Sauberkeit und russischer Denkansatz für kritische und neue Verbindungselemente

10.12.2009 | Redakteur: Annedore Munde

Hans-Peter Zeile, Projektleiter Cleancon, erläutert die Prozesskette, an deren Ende ein sogenanntes Sauberpack steht, welches die nach der Herstellung gereinigten und vakuumverpackten Verbindungselemente enthält. Bild: Munde

Dass es bei Verbindungselementen für Blechteile noch jede Menge Verbesserungspotenzial gibt, demonstriert jetzt die Arnold Umformtechnik GmbH & Co. KG. Für den Herstellungsprozess hat das Unternehmen einen Ablauf entwickelt, dessen erfolgreicher Durchlauf quasi als Gütesiegel für das Endprodukt gilt.

Der sogenannte Cleancon-Prozess zielt auf die konsequente Abstimmung aller die Teilesauberkeit beeinflussenden Faktoren ab. Oftmals, so Arnold, verursachen mikroskopisch kleine Schmutzpartikel auf Verbindungselementen Ausfälle in Steuereinheiten, die dann beispielsweise zu elektronikbedingten Fahrzeugausfällen führen.

Sauberkeitsorientierte Fertigung verbesserte Teilesauberkeit deutlich

Durch eine sauberkeitsorientierte Fertigung, eine Feinstreinigung sowie Gleitbeschichtung und Verpackung der Verbindungselemente unter reinraumähnlichen Bedingungen sei jedoch bereits eine erhebliche Verbesserung der Sauberkeitswerte zu erreichen. Die exakten Werte wie Partikelgröße und -anzahl können durch analytische Messmethoden im hauseigenen Labor dargestellt werden.

„Kunden der Automobil- und Zulieferindustrie fragen verstärkt nach Produkten auf Cleancon-Basis“, bestätigt Projektmanager Hans-Peter Zeile das Interesse an den sauberen Verbindungselementen. So können später schwer zu identifizierende Fehler bereits am Anfang der Herstellkette vermieden werden.

Innovationsfabrik bündelt Marketing, Innovationsmanagement und Entwicklung

Cleancon ist eines von mehreren Projekten, die in der neu ins Leben gerufenen Innovationsfabrik entstanden sind. Arnold bündelt in diesem Bereich Kompetenzen aus dem Marketing, dem Innovationsmanagement und der technischen Entwicklung.

„Die hier arbeitenden neun Mitarbeiter haben das Ziel, neue Ideen zu generieren und bestehende Produktumsetzungen mit Blick auf Anwendungsoptimierungen zu hinterfragen. Dabei können sie auch auf das im Unternehmen vorhandene Know-how zurückgreifen“, erläutert Geschäftsführer Dirk Döllner.

Triz-System hilft bei Neuentwicklungen weiter

Oft hilft auch das Triz-System des russischen Ingenieurs und Wissenschaftlers Genrich Saulowitsch Altschuller weiter. Nach Altschuller stößt man bei Neuentwicklungen von Produkten und Prozessen immer wieder auf dieselben Konfliktmerkmale. Diese lassen sich durch dieselben abstrahierten Prinzipien auflösen. Durch eine entsprechende Verknüpfung erhält man dann abstrakte Lösungsvorschläge.

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