Lasertechnik

LZH gründet Forschungsinstitut in Moskau

23.09.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

Unterzeichnung der Gründungsakte in Moskau. Im Vordergrund v.l.n.r. Prof. Herbert Welling (LZH), Prof. Viktor Sadovnichi (Präsident der Lomonossov-Universität), dahinter Prof. Annette Schavan (BMBF), Prof. Andrej Alexandrowitsch Fursenko (russischer Forschungsminister). Bild: LZH

Die Moskauer Staatliche Lomonossov-Universität und das Laser-Zentrum Hannover (LZH) sind jetzt Partner im gemeinsamen Forschungsinstitut für Oberflächen- und Nanotechnologie. Erstmalig ist es gelungen, eine so genannte nicht-kommerzielle Partnerschaft zwischen einer russischen Universität und einem deutschen Institut als juristische Person zu verwirklichen, wie das LZH mitteilt.

Vor gut einem Jahr wurde das LZH im Rahmen eines Wettbewerbs des Internationalen Büros des Bundesforschungsministeriums ausgewählt, Forschungskooperationen in den optischen Technologien auf eine neue Ebene zu bringen. Nicht mehr ein bilaterales Entwicklungsprojekt war das Ziel, sondern der Aufbau einer auf Nachhaltigkeit angelegten gemeinsamen Forschungseinrichtung. Mit der Moskauer Staatlichen Lomonossov-Universität konnte ein Partner gefunden werden, der sowohl große Erfahrungen im Bereich der optischen Technologien aufweist als auch starkes Interesse an einer gemeinsamen Gründung zeigte.

Im Forschungsinstitut für Oberflächen- und Nanotechnologie soll an wichtigen anwendungsnahen Forschungsthemen gearbeitet und die Kompetenzen der beiden Partner gebündelt werden. Ausgangspunkt für die gemeinsamen Arbeiten werden zunächst bereits formatierte Forschungsinitiativen im Bereich der optischen Dünnschichttechnik sein. Das LZH bringt hier vielfältige Erfahrungen in der Herstellung optischer Komponenten und die Lomonossov-Universität ihre herausragenden Kompetenzen in der Synthese der Simulation komplexer optischer Systeme ein.

Der kürzlich erfolgte Besuch von Mitgliedern des Präsidiums der Lomonossov-Universität am LZH sollte wichtige Grundlagen für die Kooperation schaffen. Man lernte sich noch besser kennen und konnte gemeinsam über die fernere Zukunft nachdenken.

Einigkeit bestand darin, nunmehr die fachliche Arbeit mit konkreten Projekten zu beginnen. Aber auch der Wunsch, weitere Kooperationen, unter anderem unter Einbeziehung der Leibniz-Universität Hannover zu entwickeln, wurde deutlich formuliert: gemeinsame Studiengänge und gemeinsame Forschungsaktivitäten in der Bio-Photonik waren dabei nur zwei mögliche Themen für die Zukunft.

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