Werkzeugmaschinen

Wachwechsel bei GF Agie-Charmilles

09.07.2008 | Redakteur: Frank Fladerer

Michael Hauser wird neuer Chef von GF Agie-Charmilles. Er übernimmt zum 1. August die Geschäftsführung von Jürg Krebser.Bild: Fladerer

Michael Hauser wird zum 1. August 2008 Geschäftsführer des Schweizer Maschinenbauunternehmens GF Agie-Charmilles. Der 47-jährige Deutsche übernimmt den CEO-Posten von Jürg Krebser (60). Krebser wird weiterhin wichtige Projekte für das Unternehmen betreuen. Wir sprachen mit dem künftigen GF-Agie-Charmilles-Chef über seine Pläne.

MM: Herr Hauser, Sie haben in den letzten elf Jahren große Erfolge als Leiter des Fräsmaschinenbereichs Mikron in Ihrem Hause erzielt. Welche Prioritäten setzen Sie nun für die Weiterentwicklung von GF Agie-Charmilles?

Hauser: GF Agie-Charmilles ist bestens aufgestellt. Wir verfügen über ein komplettes Produktprogramm von Funkenerosions- und Fräsmaschinen sowie Automationslösungen. Wir produzieren an mehreren Standorten auf der Welt und wir sind mit unserer flächendeckenden Vertriebs- und Serviceorganisation nahe beim Kunden. Wir werden uns in Zukunft noch mehr auf spezifische Kundensegmente und deren Anforderungen ausrichten und entsprechende Problemlösungen anbieten.

MM: Wie sieht es mit dem Zusammenschluss von Agie, Charmilles und Mikron aus? Welche weiteren Synergieeffekte wollen Sie nach der Ausrichtung auf Ihre One-Brand-Strategie noch erzielen?

Hauser: Wir haben Mitte letzten Jahres den Zusammenschluss im Vertrieb vollzogen und damit die letzte Hürde genommen. Unsere Kunden haben diese Entscheidung wohlwollend begrüßt und sind uns treu geblieben. Natürlich gibt es überall noch Optimierungspotenzial. Der Kunde soll schließlich vom Zusammenschluss profitieren.

MM: Wo sehen Sie das größte Entwicklungspotenzial, speziell für die Bereiche Fräs- und Erodiermaschinen? Wo liegen andere zukunftsträchtige Tätigkeitsfelder für Sie?

Hauser: Die beiden erwähnten Technologien haben bereits heute einen hohen Entwicklungs- und Reifegrad erreicht. Dennoch gibt es Bereiche, denen wir unsere besondere Aufmerksamkeit widmen. Neben den allgemeinen Forderungen nach Leistungserhöhungen bei Geschwindigkeit, Genauigkeit, Oberflächengüte und Präzision sind für uns zunehmend die wirtschaftlichen Aspekte des Kunden im Sinne einer Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung interessant.

Die Maschinen der Zukunft müssen zudem intelligenter werden und den Kunden in wichtigen Entscheidungsprozessen unterstützen. Der Trend zur Miniaturisierung wird zunehmen, dies erfordert neue Maschinenkonzepte für die Mikro-Bearbeitung. Die hohen Energiekosten werden zunehmend zum Problem. Auch hier müssen wir ansetzen und ressourcenschonende technische Lösungen anbieten.

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