13.10.2009 | Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Die Talfahrt im Maschinenbau könnte vor ihrem Ende stehen: Anlässlich des vierten Deutschen Maschinenbaugipfels hat am Dienstag der Präsident des Verbandes deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), Dr. Manfred Wittenstein verkündet, dass der Verband für 2010 mit einem leichten Wachstum der Maschinenproduktion rechnet.
„Diese Zuversicht ziehen wir aus der Tatsache, dass namhafte Wirtschaftsindikatoren weltweit eine zyklische Erholung signalisieren. In Anbetracht des Niveaus, auf dem diese Erholung stattfindet, ist es jedoch schwer, hier von einem Aufschwung zu sprechen. Allerdings hat sich die globale Industrieproduktion von ihrem Tiefstpunkt lösen können“ so Dr. Wittenstein.
Laut VDMA arbeiteten im Juni im Maschinen- und Anlagenbau 241000 Personen kurz, also in etwa jeder Vierte. Bis Ende Juli habe die Branche die Kernmannschaft um 24000 Stellen verkleinert und beschäftige aktuell 930000 Mitarbeiter.
Dr. Wittenstein betont in diesem Zusammenhang: „Wir rechnen mit einem Abbau von insgesamt 60000 Stellen im Jahresverlauf. Das entspricht im Jahresverlauf einem Rückgang um 2%.“ Im Vergleich zum Produktions- und Umsatzrückgang von 20% werde deutlich, wie vorsichtig, wie verantwortungsvoll die Maschinenbauer hier handeln.
Die vom VDMA einmal jährlich ausgewerteten Daten für den internationalen Maschinenaußenhandel der wichtigsten 42 Lieferländer zeigen für 2008, dass der deutsche Maschinenbau seine Rolle als Exportweltmeister leicht ausgebaut hat. Der Welthandelsanteil lag im vergangenen Jahr bei 19,2% nach 19% in 2007.
Die beiden größten Wettbewerber, USA und Japan, haben demgegenüber mit 11,7 und 10,7% jeweils zwei Zehntelpunkte ihres Anteils eingebüßt. Der Anteil von Italien hat mit 9,1% auch leicht abgenommen.
Große Veränderungen gab es im Gegensatz dazu in der VR China. Sie steigerte ihren Anteil von 7,2 in 2007 auf 8,6% in 2008. „China mausert sich immer mehr zum auch international bedeutenden Wettbewerber“, so der VDMA-Präsident. Er wies aber darauf hin, dass die chinesischen Maschinenexporte in nennenswertem Ausmaß aus Unternehmen stammen, die sich im Auslandsbesitz befinden.
Obwohl die Ergebnisse des internationalen Maschinenaußenhandels Deutschland eine starke Wettbewerbsposition bestätigen, ist es laut Wittenstein nötig, diese jedes Jahr neu zu erkämpfen. Im Bezug auf China meinte der VDMA-Präsident:„Wir stellen uns darauf ein, dass die VR China mit großen Schritten weiter aufholt.“ So werde sie in einigen Jahren Japan, Italien und USA überholt haben.
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