16.11.2009 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat

Unter einem Dach mit der Euromold, nämlich in Halle 8.0 auf dem Frankfurter Messegelände, und mit gemeinsamem Eingangs- und Kassenbereich präsentiert sich die ehemalige Turntec nunmehr als Turn & Milltec, Fachmesse für Drehteile, Dreh- und Frästechnik, vom 2. bis 5. Dezember 2009.
Keine Frage, in Zeiten einer tiefgreifenden Wirtschaftskrise gilt es für viele den Gürtel enger zu schnallen – das trifft auch auf die deutsche Drehteile-Industrie zu. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen hat sich zwar im 3. Quartal 2009 leicht verbessert und die positive Tendenz hält auch im 4. Quartal an, aktuell werden die Auftragseingänge im November von einigen Unternehmen wieder als gut bezeichnet. „Diese Entwicklung darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Unternehmen nach wie vor weit von den Zahlen und Ergebnissen der Vorjahre entfernt sind“, relativiert Werner Liebmann, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Drehteile-Industrie in Düsseldorf.
In einer aktuellen Umfrage des Verbandes werden Umsatz und Auftragseingang in diesem Jahr bis Ende September 2009 mit einem Minus von rund 30% gegenüber dem gleichen Zeitraum 2008 angegeben. Dies stellt eine klare Verbesserung gegenüber den Halbjahreszahlen dar, die bei minus 50% gegenüber den Vorjahreswerten lagen, und gibt der Hoffnung Ausdruck, dass eine langsame Erholung eintritt.
„Ob diese Erholung von Dauer ist, lässt sich aus heutiger Sicht allerdings nicht prognostizieren“, so Liebmann. Für die Monate Dezember und Januar jedenfalls gehen die Zahlen – man muss fast sagen erwartungsgemäß – zurück.
Die Unternehmen im Verband der deutschen Drehteile-Industrie haben in Reaktion auf die wirtschaftliche Entwicklung das Instrument „Kurzarbeit“ seit Jahresbeginn intensiv genutzt. Die Personalanpassungen belaufen sich aktuell am Ende des 3. Quartals auf deutlich unter 10%.
Die Erhaltung dieser Flexibilität im Personalbereich erlaubt den Unternehmen derzeit, auf die teilweise sehr sprunghafte Auftragseingangsentwicklung angemessen zu reagieren. So wurde die Kurzarbeit in den Monaten September und Oktober vielfach reduziert oder ausgesetzt.
Die mehr als 100 Mitgliedsunternehmen im Verband der deutschen Drehteile-Industrie arbeiten zu einem großen Teil (60%) als Zulieferer für den Automotive-Bereich. Weitere wichtige Kundenbranchen sind der Maschinenbau (15%) sowie die bauabhängige Industrie und die Elektroindustrie (je 7%).

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