01.12.2009 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat
Dr. Schäfer: Für Deutschland sehe ich in Zukunft verstärkt, dass der Markt sehr gut durch die beiden Veranstaltungen Metav und AMB bedient wird. Wir haben ja gesehen, dass bereits durch den neuen Metav-Termin die Leipziger Messe mit der Intec in einen Zwei-Jahres-Rhythmus gewechselt ist.
Wir sehen auch, dass Metav und AMB sich in idealer Weise ergänzen, weil sie völlig unterschiedliche Regionen ansprechen. So kommen 90% der deutschen AMB-Besucher aus Bayern und Baden-Württemberg und 85% der deutschen Metav-Besucher aus allen anderen Bundesländern. Somit können die Hersteller mit diesen beiden Plattformen den gesamten deutschen Markt und die anliegenden europäischen Länder erreichen.
Darin sehe ich nach wie vor die Zukunft. Was Europa oder die Welt angeht, lassen Sie uns die nächsten beiden EMO-Veranstaltungen abwarten. Es ist heute nicht absehbar, wie nach 2015 die Weltleitmesse aufgestellt wird.
Dr. Schäfer: Als Verband erreichen wir mit unseren eigenen Kommunikationswegen vorrangig unsere Mitglieder. Es gibt jedoch einen großen Bedarf, dass die gesamte Community der Metallbearbeitung und der Produktion mit unterschiedlichen Informationen konzentriert bedient wird. Dafür ist die CNC-Arena der ideale Ausgangspunkt.
Wir wollen sie zum wichtigsten Portal der Metallbearbeitung ausbauen, indem vom direkten Austausch der Anwender unter einander in den Foren, die dort geschaltet werden, über konkrete Angebote in virtuellen Messen und Produktkatalogen bis hin zu vielfältigen anderen Informationen der Anwender alle Facetten findet.
Die Entwicklung auf der Nutzerseite, die kontinuierlich nach oben zeigt, – wir haben jetzt über 50000 registrierte Nutzer, – bestätigt dies. Jede neue Funktionalität wird aktiv angenommen. Deshalb treiben wir die Weiterentwicklung auch intensiv voran.
Dr. Schäfer: Das können wir nicht im Einzelnen sehen, das lässt der Datenschutz ja auch gar nicht zu. Die Firmen sind in den Foren aktiv. Das wissen wir aus Umfragen. Sie beobachten die Technologiebereiche, ob das jetzt Drehen, Fräsen oder Schleifen ist, und betreuen teilweise Foren unter ihrem eigenen Namen. Es gibt zum Beispiel Foren zu Siemens-Steuerungen, zu Index-Maschinen und so weiter.
Dort bringen die Firmen ihre Expertise ein. Das kann soweit gehen, dass sie diese Foren moderieren. Es hat sich gezeigt, dass sie die Foren nicht als Vertriebskanal nutzen, sondern um in den aktiven Dialog mit ihren Kunden zu treten. Deshalb werden die Foren von den Nutzern auch sehr gut angenommen.
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