04.02.2010 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat
„Hintergrund ist zum einen die Initiative der Europäischen Kommission, im Rahmen der EuP-Richtlinie Werkzeugmaschinen in Energieeffizienzklassen einzuteilen“, erklärt Elsinghorst. Zum anderen gelte es, sich gegenüber dem Wettbewerb, beispielsweise aus Japan, zu positionieren, der schon länger die Lösungskompetenz auf diesem Feld für sich beanspruche.
In Mailand haben spontan zahlreiche VDW-Mitglieder die Kampagne unterstützt. Nun gilt es, sie weiter voranzutreiben. Deshalb organisiert das Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TH Darmstadt am 24. Februar auf der Metav den Kongress „Die energieeffiziente Werkzeugmaschine – Rahmenbedingungen und Lösungen für eine nachhaltige Fertigungstechnik“. Ergänzend dazu ist geplant, im Rahmen eines Gemeinschaftsstandes Herstellern und Komponentenlieferanten eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre Kompetenz in Sachen Energieeffizienz präsentieren können.
Die Investitionsgüterindustrie steht vor großen Herausforderungen. Bedeutende Kundengruppen, zum Beispiel die Automobilhersteller und Zulieferer, müssen sich neu aufstellen, so der Branchenverband VDW. Um an frühere Erfolge anzuknüpfen, gilt es, mit attraktiven, umweltfreundlichen Fahrzeugen, Motoren und Antriebskonzepten zu überzeugen.
Die Anbieter von Produktionstechnik ihrerseits müssen sich zusätzliche Abnehmermärkte mit Potenzial erschließen, um sich breiter aufzustellen, beispielsweise Energiewirtschaft, Landmaschinen- und Verpackungstechnik, Turbinen- und Triebswerksbau für die Luftfahrt sowie Medizintechnik. Die Industrie muss ihre Strukturen und Kapazitäten der gesunkenen Nachfrage anpassen. Kostensenkung und Prozessoptimierung stehen deshalb weiter ganz oben auf der Tagesordnung. Die Automation wird voranschreiten.
All das kann nur mit intelligenter und effizienter Fertigungstechnik gelingen. „Wie die aussieht“, so Elsinghorst, „darüber informieren sich technische Einkäufer und Produktionsfachleute auf der Metav in Düsseldorf und nutzen sie auch ganz konkret als Geschäftsplattform für ihre Investitionsentscheidung.“

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