11.02.2010 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Produktivität, Oberflächengüte und Werkzeugstandzeit – diese drei Faktoren bestimmen im Wesentlichen die Wirtschaftlichkeit der industriellen Fertigung von Zahnersatz. Dabei hängt die Produktivität von der Effizienz der kompletten Prozesskette ab, angefangen beim Scanning/Digitalisieren des Zahnersatzes über CAD/CAM bis hin zum Fräsprozess, so der Tenor der Vorträge auf dem „Dental Day“ der Agie Charmilles im World Application Center in Schorndorf.
Wie Roland Zaugg, Leiter Applikation der GF Agie Charmilles in Nidau/Schweiz, erläuterte, befindet sich die Dentaltechnik im Umbruch, weg von der handwerklichen Fertigung hin zu einem industriellen Herstellungsprozess. Mittlerweile sei die industrielle Fertigung von Zahnersatz ein schnell wachsender Markt.
„Es gilt, die Herstellungsprozesse zu vereinfachen, zu optimieren und zu automatisieren“, so Zaugg, „wobei der spanabhebende Prozess eine sehr wichtige Rolle spielt.“ Welches Rationalisierungspotenzial mit einer optimalen, industrialisierten Prozesskette erschlossen werden kann, vermittelte Sören Hohlbein, Geschäftsführer der Millhouse GmbH in Hofheim-Wallau. Seit zwei Jahren fertigt sein Unternehmen Zahnersatz auf einem HSC-Bearbeitungszentrum HSM 400 U Prodmed Dental von Agie Charmilles.
Für die Ablauforganisation, angefangen bei der automatisierten Auftragsabwicklung bis hin zum Versand des fertigen Zahnersatzes, entwickelte Millhouse das CNC-Workflow-Managementsystem Camflow. Den Rationalisierungseffekt konkretisierte Hohlbein: „Die industrialisierte Fertigung des Zahnersatzes reduzierte die Herstellungszeit im Vergleich zum herkömmlichen Ablauf um durchschnittlich 95%.“
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