Swissmem

Weiter schwache Auftragslage in der Schweizer Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie

25.02.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Im Bild die Fertigung komplexer Bauteile für die Automobilindustrie auf Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentren von GF Agie-Charmilles. Bild: GF Agie-Charmilles

Die schweizerische Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie will noch immer nicht so recht in Fahrt kommen. Angaben des Industrieverbandes Swissmem zufolge hat sich der Geschäftsverlauf nach dramatischem Auftragsrückgang im vierten Quartal 2009 immerhin stabilisiert.

Wie die aktuelle Swissmem-Branchenstatistik erdeutlicht, sah sich die eidgenössische Maschinen-, Metall- und Elektroindustrie im vergangenen Jahr mit einer stark eingetrübten Marktlage konfrontiert: Die Auftragseingänge lagen um 25% unter dem Vorjahresniveau, die Umsätze reduzierten sich um 20,3%. Auch wenn der Geschäftsgang im vierten Quartal 2009 stabilisiert werden konnte, bleibe das Marktumfeld „auf tiefem Niveau weiterhin angespannt“, so Swissmem.

Die Zahlen für das Jahr 2009 spiegeln die äußerst geringe Marktaktivität in den verschiedenen Weltregionen wider: Die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen um 27% unter dem Vorjahr, jene im Inland reduzierten sich um 17,7%. Immerhin zeichnete sich im vierten Quartal 2009 eine Stabilisierung der Marktlage auf niedrigem Niveau ab.

Exporte der MEM-Firmen stark rückläufig

Während die Auslandaufträge der 290 Swissmem-Meldefirmen 5,3% unter den Vorjahreswerten lagen, brachte das Inlandsgeschäft ein Minus von 10,9%. Auch im vierten Quartal 2009 blieb der Geschäftsgang gedämpft: So lagen die Inlandumsätze um 13,7% unter den Vorjahreswerten, das Auslandgeschäft ging um 19,7% zurück Die Quartalsumsätze bewegten sich damit auf ähnlich tiefen Niveaus, wie sie letztmals im Jahr 2004 verzeichnet werden mussten.

Stark vermindert haben sich die Exporte der schweizerischen MEM-Unternehmen, und zwar im Jahresvergleich um 20,8%, wobei der Rückgang im vierten Quartal 2009 (-13,1%) etwas moderater ausfiel. Vor allem die stark geschrumpften Ausfuhren in die europäischen Märkte (-23,3%) – dorthin gehen rund zwei Drittel aller Exporte der MEM-Industrie – wirkte sich stark aus.

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