15.03.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Das Jahr 2009 hat die Mikron-Gruppe, Biel, hart getroffen. Der Hersteller von Bearbeitungs– und Montageautomationssystemen schloss mit einem Betriebsverlust von 32,8 Mio. Schweizer Franken und einem Unternehmensverlust von ebenfalls 32,8 Mio. Franken ab (Vorjahr: –13,4 Mio. Franken). Für 2010 werde mit einem moderaten Aufschwung gerechnet, von dem Mikron ab der zweiten Jahreshälfte profitieren soll.
Der Umsatz ging als Folge der fehlenden Investitionstätigkeit in den Märkten auf 150,1 Mio. Franken zurück (–43,2%; Vorjahr: 264,2 Mio. Franken), wie Mikron am Montag mitteilt. Dennoch werde das Jahr 2010 als ein schwieriges Jahr eingeschätzt. Gerechnet werde mit einer leichten Erholung beim Umsatz und mit einer deutlichen Annäherung an ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Dank den zum Teil einschneidenden Korrekturen der vergangenen Monate sei Mikron bereit, auf die künftige Entwicklung erfolgreich zu reagieren.
Vom Abschwung besonders stark betroffen war das Segment Machining, wo die Kunden größtenteils aus der europäischen Automobilzulieferindustrie stammen, wie Mikron weiter berichtet. Am EBITDA-Verlust von 19,5 Mio. Franken habe das Segment Machining mit –16,8 Mio. Franken deshalb den Hauptanteil. Das Segment Automation hingegen profitiere davon, dass die Geschäftsvolumina aus der Medizinaltechnik- und Pharmaindustrie auf Höhe des Vorjahres lagen und konnte den Verlust auf 0,4 Mio. Franken begrenzen.
Das Unternehmensergebnis der Mikron-Gruppe habe –32,8 Mio. Franken nach einem betriebsfremdem Ertrag von 1,1 Mio. Franken und einer Belastung durch das Finanzergebnis von ebenfalls 1,1 Mio. Franken betragen. Der Cash-Flow aus betrieblicher Tätigkeit sei mit 1,4 Mio. Franken positiv ausgefallen, während im Vorjahr noch ein Geldabfluss von 8,2 Mio. Franken ausgewiesen worden sei. Erreicht wurde dieser Wert laut Mikron durch eine sehr deutliche Reduktion des Umlaufvermögens.
Die Investitionstätigkeiten habe Mikron auf die wichtigsten Innovationsvorhaben reduziert und mit 2,0 Mio. Franken sehr eng beschränkt. Damit sei der Geldabfluss vor Finanzierungstätigkeit auf 0,6 Mio. Franken beschränkt worden.
Die Bilanzsumme reduzierte sich laut Mitteilung von 259,0 Mio. Franken („restated“) im Jahr 2008 auf 210,9 Mio. Franken, hauptsächlich durch den Unternehmensverlust, die Reduktion des Umlaufvermögens und auch durch Neubewertungen infolge Umstellung des Rechnungslegungsstandards. Die Eigenkapitalquote bleibe unverändert bei 67,1%. Die eingeleiteten Maßnahmen hätten dazu geführt, dass die aus dem Vorjahr bestehende Netto-Cash-Position von 26 Mio. Franken mit 25 Mio. Franken fast gehalten werden konnte.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 340094)