21.04.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Wirtschaftlich zeigt sich Italiens Industrie wieder in deutlich besserer Verfassung als noch vor einem Jahr. Das machten Vertreter der Industrieverbände Federmacchine und Ucimu im Rahmen einer Pressekonferenz im Pavillon Italia (Halle 6) deutlich.
Nachdem die Produktion der im Maschinenbauverband Federmacchine organisierten Unternehmen 2009 um fast 30% eingebrochen war, begleitet von einem Exportrückgang um knapp 31%, konnte Verbandspräsident Alberto Maria Sacchi der Presse von ersten Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung berichten. Mit einem Anteil von 18% an der gesamten Maschinenbauproduktion der EU ist Italien nach Deutschland (33,7%) das zweitwichtigste Maschinenbauland Europas.
Licht am Ende des Tunnels sieht auch Alberto Mariotti, Generalsekretär des Werkzeugmaschinen- und Robotikverbandes Ucimu. Zwar bescherte das Jahr 2009 der exportstarken Branche ein Produktionsminus von rund 30%. Allerdings hätten sich zu Jahresende bereits erste Zeichen einer Trendwende gezeigt, so Mariotti. Diese Erholung habe sich im ersten Quartal gefestigt.
Und Mariotti wies bei dieser Gelegenheit auf eine weitere bemerkenswerte Tatsache hin. Trotz Krise habe Italiens Werkzeugmaschinenindustrie ihre Weltmarktposition behaupten können. Italien ist nach China, Deutschland und Japan der viertgrößte Werkzeugmaschinenproduzent der Welt. Bei den Exporten liegt man aktuell auf Platz 3 der Weltrangliste. Im Vergleich zum „Erzrivalen“ Deutschland konnten die italienischen Hersteller ihre Wettbewerbsposition sogar spürbar verbessern. Machte die italienische Werkzeugmaschinenproduktion im Jahr 1990 rund ein Drittel der deutschen aus, so ist dieser Anteil seither auf etwa 50% gestiegen.
Italien auf der Hannover-Messe 2010: Pavillon Italia, Halle 6, Stand F01
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