31.05.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Situation im deutschen Maschinen- und Anlagenbau verbessert sich weiter: Der Auftragseingang lag im April 2010 um real 36% über dem Ergebnis des Vorjahres, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag in Frankfurt am Main mitteilt. Das Inlandsgeschäft stieg um 36%. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 37% im Vergleich zum Vorjahresniveau.
Im Dreimonatsvergleich Februar bis April 2010 ergibt sich insgesamt ein Plus von 27% im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 26% und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 28%, heißt es in der Mitteilung.
„Im April setzten die Auftragseingänge des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus ihren Wachstumskurs unbeirrt fort. Das mit 36% nochmals höhere Plus ist zum einen der unveränderten Wachstumsdynamik, zum anderen dem ausgesprochen niedrigen Auftragsvolumen im April 2009 zu verdanken,“ erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers – hier mache sich der Basiseffekt bemerkbar.
Dabei stehe das Inlandsgeschäft dem mit den Auslandskunden kaum noch nach – wohlwissend, dass sich hinter den heimischen Orders häufig ein indirekter Export versteckt. Erfreulich sei zudem, dass in der Dreimonatsbetrachtung mit Ausnahme der Aufzüge, Fahrtreppen und Landtechnik nahezu alle Fachzweige nun Zuwächse erzielen konnten.
Insgesamt habe der Maschinenbau mit einem Indexstand von 100 bei den Auftragseingängen wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht, sagte Dr. Wiechers im Gespräch mit MM Maschinenmarkt Online. Das sei eine deutliche Erholung im Vergleich zum Indexstand von 66 Punkten im Mai 2009.
„Wenn wir uns den Niveaus der Jahre 2006 oder 2007 nähern, ist das für viele Unternehmen sicher eine Erleichterung“, erläuterte der VDMA-Chefvolkswirt weiter. Er habe allerdings Zweifel, dass dieses Niveau noch im Jahr 2010 zu erreichen sei – die Frühindikatoren würden schon eine Abflachung der Dynamik zeigen.
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