26.07.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Erwin Junker Maschinenfabrik, Nordrach, hat eine Schleifmaschine vom Typ Quickpoint 3000 Blank für das erste nanotechnische Werk in Russland geliefert. Die Fabrik von Rosnano für die Herstellung von monolithischen Hartmetallwerkzeugen mit einem mehrschichtigen Nanoüberzug hat in Rybinsk, rund 80 km nördlich von Yaroslavl, mit der Produktion begonnen.
Das neue 6000 m² große Werk befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Firma Saturn. Die dort hergestellten HM-Bohr- und Fräswerkzeuge sind in Russland qualitativ und technologisch einzigartig und werden beispielsweise in der Luft- und Raumfahrtindustrie verwendet, wie Junker mitteilt. Laut Rosnano soll die Produktion in den nächsten Jahren vervierfacht werden.
Die Junker-Schleifmaschine schleift dort Werkzeug-Rohlinge von der Hartmetall-Rohstange in einer Einspannung. Der deutsche Hersteller konnte sich nach eigenen Angaben gegen den harten Wettbewerb im europäischen Maschinenbau durchsetzen.
„Dies ist ein wichtiges Schlüsselprojekt für unser Unternehmen“, war von Seiten des Managements zu erfahren. Das ganze Projekt stehe unter Beobachtung der russischen Regierung – bei positiver Entwicklung seien massive Erweiterungen geplant.
An der offiziellen Werksübergabe haben der Vize-Ministerpräsident der Russischen Föderation Sergej Iwanow, der Leiter der Investorengruppe Rosnano, Anatolij Tschubajs, sowie Direktoren der russischen Großbanken teilgenommen. Auch Wladimir Wladimirowitsch Putin, amtierender russischer Ministerpräsident, besuchte dieses Projekt und ließ sich die Junker-Technik im Detail erklären.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 355081)