Großfräsmaschinen

Gildemeister steigt in den Großfräsmaschinenbau ein

18.02.11 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat

Bild 1: Die Verfahrwege der Fräsmaschine DMU 600 P betragen 6000 mm in X- und bis zu 4200 mm in Y-Richtung; in Z-Richtung lassen sich der Querträger um maximal 2000 mm und der Stößel um zusätzliche 1250 mm bewegen. (Bild: Gildemeister)
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Bild 1: Die Verfahrwege der Fräsmaschine DMU 600 P betragen 6000 mm in X- und bis zu 4200 mm in Y-Richtung; in Z-Richtung lassen sich der Querträger um maximal 2000 mm und der Stößel um zusätzliche 1250 mm bewegen. (Bild: Gildemeister)

Mit der Fräsmaschine DMU 600 P steigt Gildemeister ein in den Großfräsmaschinenbau zur Bearbeitung von Bauteilen für den Fahrzeugbau, die Energietechnik, den Anlagenbau und der Luftfahrtindustrie.

Schon die Ausmaße der Fräsmaschine DMU 600 P machen deutlich, dass diese Universalmaschine für extrem große und schwere Bauteile ausgelegt ist – etwa, wenn es um Werkzeugformen für den Automobilbau oder ausladende Bauteile in den Bereichen Aerospace und Energietechnik geht. Verfahrwege betragen 6000 mm in X- und bis zu 4200 mm in Y-Richtung.

Fräsmaschine stellt fünf Wechsel-Fräsköpfe zur Auswahl

In Z-Richtung lassen sich der Querträger um maximal 2000 mm und der Stößel um zusätzliche 1250 mm bewegen (Bilder 1 und 2 – siehe Bildergalerie). Wie es heißt, erfüllt das die Anforderungen der Branche ebenso wie der starre Tisch, der auf einer Fläche von 2500 mm x 4500 mm Werkstücke mit einem Gewicht bis 25000 kg aufnehmen kann und in X-Richtung verfahrbar ist.

Die Möglichkeit der Fünf-Achs-Simultanbearbeitung sowie das modulare Baukastenkonzept der DMU 600 P, bestehend aus dem Portal, Maschinenbett, unterschiedlichen Tischen, Magazinen und Spindelstöcken, bietet den Anwendern die Flexibilität, die bei der Fertigung von komplexen Formen und Bauteilen benötigt wird, verspricht Gildemeister. Für die Fräsbearbeitung stehen dem Anwender insgesamt fünf Wechsel-Fräsköpfe zur Auswahl, die an eine integrierte C-Achse gekoppelt und über ein Magazin automatisch eingewechselt werden können.

Vier Fräsköpfe für Fünf-Achs-Simultanbearbeitung

Neben einem Vertikalfräskopf für die Schrupp-Bearbeitung stehen für die Fünf-Achs-Simultanbearbeitung zwei Fräsköpfe mit integrierter A-Achse und zwei weitere Fräsköpfe mit integrierter B-Achse zur Verfügung. Abgesehen von der Vielseitigkeit kommt auch die Leistung der großen Portalmaschine nicht zu kurz, wie Gildemeister betont.

Für die hochproduktive Fräsbearbeitung gibt es unterschiedliche Schrupp-Spindeln mit bis zu 200 Nm (60 kW, 6000 min-1) für den Vertikal-Fräskopf beziehungsweise bis 1200 Nm für die A- und B-Achs-Ausführung mit einer Drehzahl bis 4000 beziehungsweise 6000 min-1. Ebenfalls zum Portfolio gehören darüber hinaus schnelle Schlicht-Spindeln für die A- und B-Achse mit einer Maximaldrehzahl von jeweils 24000 min-1 und 87 Nm Drehmoment (bei einer Leistung von 19 kW).

Direkt angetriebene Rundachsen mit Drehzahlen bis 60 min-1

Die Antriebe der Rundachsen mit Direct-Drive-Technologie für Dreh- beziehungsweise Schwenkgeschwindigkeiten bis 60 min-1 sorgen für ernorme Zeit- und damit Kosteneinsparungen bei Bearbeitungen direkt am Werkstück. Dynamisches Arbeiten ermöglichen auch die hohen Vorschubgeschwindigkeiten in den Linearachsen X, Y, Z und W von 20, 30, 40 und 30 m/min. Die Beschleunigung liegt dort bei 3 m/s². Insbesondere bei den großen Verfahrwegen reduziert dies die Nebenzeiten, was wiederum zu kürzeren Bearbeitungszeiten führt.

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