22.02.11 | Autor / Redakteur: Bernhard Kuttkat / Bernhard Kuttkat

In Kombination mit der vielseitigen Fünf-Achs-Simultanbearbeitung eignet sich die Oberflächenstrukturierung per Laser insbesondere im Werkzeug- und Formenbau. Die Verfahrenskombination Fräsen und Lasern ermöglicht die Bearbeitung und Strukturierung von komplexen 3D-Formen in einer Aufspannung.
Fräsen und Lasern auf einer Maschine, dafür integriert Gildemeister die Oberflächenstrukturierung per Laser auch in die CNC-Bearbeitungszentren der DMU-Baureihe, wie die Lasertec 210 Shape zeigt (Bilder 1 und 2 – siehe Bildergalerie). Lasertexturieren ist auf unregelmäßigen Oberflächen und komplexen 3D-Formen eine wirtschaftliche Lösung.
Im Automobilbereich geht der Trend weg von Ledertexturen hin zu neuen technischen Strukturen. Ähnlich steigen auch die Ansprüche bei Herstellern von PET-Flaschen, wo beispielsweise dreidimensionale Logos eingearbeitet werden. In beiden Fällen, so Gildemeister, ist das Lasertexturieren gegenüber herkömmlichen Ätzverfahren klar im Vorteil.
Das Lasertexturieren verschafft Produktdesignern größere Freiräume und bewahrt die Wirtschaftlichkeit in der Fertigung. Denn mit Ätzprozessen können viele Strukturen gar nicht erzeugt werden oder das Auftragen der notwendigen fotochemischen Folie geschieht nicht faltenfrei, sodass aufwendige und kostenintensive Nacharbeiten erforderlich sind. Beim Lasertexturieren bedarf es keiner Chemikalien und der Laserkopf dient als alleiniges Werkzeug für fast alle Metallwerkstoffe, sodass die Nebenkosten niedrig bleiben.
Die für das Lasern notwendigen Strukturdaten werden auf Basis von Graustufenbitmaps erstellt und mit einer 3D-Animations-software in die digitalen 3D-Formen eingefügt. Beispielhaft dafür ist die Software Maya, die für Animationsfilme entwickelt wurde.
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