Werkzeugmaschinenbau

Mit Innovationen im Service ein zweites Standbein schaffen

01.07.11 | Autor / Redakteur: Walter Frick / Josef Kraus

Heutzzutage gibt es eine große Anzahl an Life-Cycle-Produkten rund um Werkzeugmaschinen zur Maximierung der Produktivität. Das Produkt- und Leistungsportolio im Servicebereich ist jedoch weiter ausbaufähig. (Bild: DMG)
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Heutzzutage gibt es eine große Anzahl an Life-Cycle-Produkten rund um Werkzeugmaschinen zur Maximierung der Produktivität. Das Produkt- und Leistungsportolio im Servicebereich ist jedoch weiter ausbaufähig. (Bild: DMG)

Rund ein Drittel des Umsatzes erwirtschaften Maschinenhersteller inzwischen mit Serviceleistungen. Weil sich heute das Serviceangebot bei Werkzeugmaschinen über deren gesamten Lebenszyklus erstreckt, hält DMG-Service-Geschäftsführer Dr. Maurice Eschweiler den Anteil für ausbaufähig.

Welche Rolle spielt der Service in Ihrem Leistungsportfolio?

Eschweiler: Der Service innerhalb der DMG orientiert sich stets an den Bedürfnissen unserer Kunden. Dabei sind Lösungen über den gesamten Lebenszyklus unserer Maschinen gefragt – von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine. Wir sind der Auffassung, dass sich Service heutzutage maßgeblich über umfassende und kundenindividuelle Lösungen definiert, die auf die jeweilige Lebenszyklusphase abgestimmt sein müssen. Mit den DMG-Lifecycle-Produkten bieten wir unseren Kunden rund um die Werkzeugmaschine ein einzigartiges Leistungsportfolio zur Maximierung der Produktivität der Maschine.

Ist die strategische Nutzung des Instruments Service ein kaufentscheidendes Kriterium?

Eschweiler: Für die Kaufentscheidung müssen sicherlich mehrere Kriterien erfüllt sein, aber sich heutzutage ohne ein klares Servicekonzept am Markt behaupten zu wollen, ist wenig erfolgsversprechend. An dieser Stelle möchten wir auf eine seit 2003 durchgeführte Umfrage bei mehreren Tausend Kunden verweisen: Demnach sind drei der vier wichtigsten Kriterien für den Kauf einer Werkzeugmaschine im Service zu finden – die Qualifikation der Servicetechniker, die Ersatzteil- und Serviceverfügbarkeit sowie die Verfügbarkeit der Service-Hotline. Service kann ein maßgeblicher Wachstumstreiber sein.

Wie profitiert der Kunde von Serviceprogrammen der Maschinenhersteller?

Eschweiler: Wenn unsere Werkzeugmaschinen aus Kundensicht an ihre Leistungsgrenzen stoßen, bedeutet das noch lange nicht, dass es kein Optimierungspotenzial mehr gibt. Hier bieten wir mit unseren Lifecycle-Produkten eine Vielzahl an Möglichkeiten. Neben den klassischen Serviceaufgaben wie vorbeugende Wartung und Instandhaltung entwickelten wir umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. In der Arbeitsvorbereitung bieten sich oftmals weitere Optimierungsmöglichkeiten, beispielsweise mithilfe der richtigen, zeitoptimierten Werkzeugvermessung oder mithilfe von Softwarelösungen zur Fehlervermeidung im Vorfeld der Produktion. Die Möglichkeiten reichen bis zur Automatisierung selbst kleiner Losgrößen.

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