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Italiens Werkzeugmaschinenindustrie im Aufschwung

12.07.2011 | Redakteur: Stéphane Itasse

„Die lahmende Inlandsnachfrage hat die Hersteller dazu veranlasst, ihre Aktivitäten auf den Auslandsmärkten, auch sehr fernen, zu intensivieren“, erläuterte Ucimu-Präsident Giancarlo Losma. Bild: Ucimu

Im vergangenen Jahr haben sich die italienischen Hersteller von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation wieder berappelt. Im weltweiten Vergleich konnten sie Rang vier unter den Herstellern und Rang drei unter den Exporteuren belegen, wie der Verband Ucimu – Sistemi per Produrre mitteilt.

Die Produktion stieg 2010 um 2,5% auf 4,196 Mrd. Euro, der Export um 3% auf 2,604 Mrd. Euro, der Konsum um 5,7% auf 2,467 Mrd. Euro und die Lieferungen auf dem Inlandsmarkt um 1,7% auf 1,592 Mrd. Euro. Wachstumstreiber waren vor allem die Exporte, die mit einem Anstieg um 22,3% 3,185 Mrd. Euro erreicht haben.

Italiens Werkzeugmaschinenbau erwartet weiteres Wachstum

Der 2010 gestartete Aufschwung soll sich 2011 verstärken. Der Verband erwartet einen Produktionszuwachs um 18,1% auf 4,955 Mrd. Euro.

Noch 2010 war China der größte Absatzmarkt der italienischen Hersteller und verdrängte Deutschland vom Spitzenplatz. In den ersten drei 2011 drehte sich allerdings der Trend: Die Lieferungen italienischer Werkzeugmaschinen an deutsche Unternehmen stiegen deutlich. Nun bringen es Deutschland und China auf den gleichen Wert für den italienischen Export mit je 13,9%.

Mit einem Plus von 115,6% verzeichneten Italiens Exporte von Werkzeugmaschinen, Robotern und Automation nach Deutschland im ersten Quartal 2011 den stärksten Zuwachs bei den Hauptabsatzgebieten. Noch stärker stiegen die Exporte nach Brasilien mit 125,7% und in die USA mit +123,4%. Auf den weiteren Plätzen folgen die Türkei (+110,5%), Polen (+96,3%), Indien (+58,9%), die Schweiz (+42,7%) und China (+13,8%). Ein Minus gab es bei den Exporten nach Frankreich (14,7%) und Russland (52,5%).

Inlandsmarkt für Werkzeugmaschinen, Roboter und Automation bleibt schwach

Für den Inlandsmarkt erwartet Ucimu 2011 beim Konsum ein Plus von 11,7%, 2011 auf 2,755 Mrd. Euro. Damit würde er zum Aufschwung der Lieferaufträge beitragen, die einen Wert von 1,77 Mrd. erreichen sollten, das ist ein Plus von 11,2% gegenüber dem Vorjahr.

„Trotz der allgemein festzustellenden Besserung bleibt die Angst der Hersteller wegen der Schwäche des Inlandsmarkts bestehen, der ja nur einen minimalen Teil des während der Krise verlorenen Terrains zurückgewinnt“, sagte Ucimu-Präsident Giancarlo Losma.

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