EMO Hannover 2011

Werkstücke im XXL-Format mit hoher Genauigkeit bearbeiten

14.07.11 | Autor / Redakteur: Walter Frick / Bernhard Kuttkat

Für die präzise Bearbeitung großer Bauteile aus Guss oder Stahl, beispielsweise in der Energietechnik sowie im Werkzeug- und Formenbau, sind leistungsfähige Großfräsmaschinen gefragt. In möglichst nur zwei Aufspannungen sollen die Bauteile schnell und genau komplett bearbeitet werden. (Bild: Union)
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Für die präzise Bearbeitung großer Bauteile aus Guss oder Stahl, beispielsweise in der Energietechnik sowie im Werkzeug- und Formenbau, sind leistungsfähige Großfräsmaschinen gefragt. In möglichst nur zwei Aufspannungen sollen die Bauteile schnell und genau komplett bearbeitet werden. (Bild: Union)

Großfräsmaschinen sind heute nicht mehr die ungestümen „Schlachtrösser“ unter den Zerspanmaschinen, die großformatige Werkstücke nur schruppen und tonnenweise Späne produzieren. Zunehmend sind auch in der Großteilebearbeitung hohe Oberflächengüten, Genauigkeit und Flexibilität gefragt.

„Auch bei den Großmaschinenkunden steigen die Ansprüche an Produktivität und Präzision“, sagt Christian Thönes, Geschäftsführer der Deckel Maho Pfronten GmbH. Vor allem aber steige die Bedeutung der Flexibilität, um die großen und schweren Werkstücke möglichst in einer Aufspannung fertig bearbeiten zu können, statt sie wie bisher üblich in separaten Arbeitsgängen von „grob“ nach „fein“ transportieren und fertigen zu müssen.

Präzises und flexibles Groß-Universalzentrum auf der EMO 2011

„Auf der EMO präsentieren wir mit dem Fünf-Achs-Universalzentrum DMU 600 die derzeit präziseste und zugleich flexibelste Großmaschine für das drei- bis fünfachsig simultane Komplettbearbeiten von Werkstücken bis 40 t“, erläutert Thönes. Bei einem Verfahrweg von 6000 mm erreicht das Universalzentrum eine Positioniergenauigkeit von 0,15 µm.

Durch die einwechselbaren Spindelsysteme ist das spanintensive Leistungsfräsen ebenso möglich wie hochpräzises Finishing mit fünf simultan agierenden Achsen. Zudem ist es möglich, aus einem modularen Baukasten weitere Technologien zu implementieren, beispielsweise durch Integration eines Drehtisches für die Fräs-Dreh-Bearbeitung oder durch ein einwechselbares Lasersystem für das Oberflächenstrukturieren.

DMG erwartet von der EMO Hannover 2011 besondere Impulse

„Von der diesjährigen EMO in Hannover erwarten wir uns besondere Impulse für den Auftragseingang mit weitreichenden Effekten bis ins Folgejahr. Entsprechend dieser Bedeutung“, so Thönes, „wird DMG neben der DMU 600 weitere 69 Hightechmaschinen unter Span präsentieren, darunter zehn Weltpremieren“. Mit der DMU 600 P bietet DMG Technologieintegrationen wie das Fünf-Seiten-/Fünf-Achs-Fräsen und -Drehen in einer Aufspannung, um einen effizienten Einsatz der großen Maschine zu gewährleisten.

Die Verfahrwege von 1800 mm × 2100 mm × 1250 mm bis 6000 mm × 4200 mm × 2000 mm und eine Tischbeladung bis zu 40 t ermöglichen die Bearbeitung größter Bauteile. Die optimale Zugänglichkeit zum Arbeitsraum, unterschiedliche Spindelvarianten und weitere prozessoptimierte Optionen runden die Maschine ab.

Fokus auf Produktivität der Fräsmaschine

„Heutzutage liegt ein absoluter Fokus auf der Produktivität einer Werkzeugmaschine, das heißt beste Qualität in kürzester Zeit“, weiß Christian Spieker, Leiter technische Entwicklung der Fooke GmbH in Borken. Dies bedeute einen enormen Anspruch an die Werkzeugmaschine einerseits, andererseits an die Werkstückspanntechnik, weil insbesondere bei den Rüstarbeiten, beim Be- und Entladen einer Werkzeugmaschine viel Zeit gespart werden kann. Daher sind auch diesbezüglich pfiffige Konzepte gefragt.

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