16.08.11 | Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Dietmar Kuhn

Werkzeugmaschinen kosten ihr gutes Geld. Für den Investor ist es deshalb wichtig, dass die Maschine oder Anlage optimal arbeitet und wenig Wartungsaufwand erfordert. Mit einem speziellen Softwarepaket werden diese Forderungen auf den Maschinen und Anlagen des Herstellers unterstützt.
Software ist nicht das Wesentliche an einer Werkzeugmaschine. Dennoch kann ein ausgeklügeltes Programm dazu beitragen, dass beispielsweise ein Hightech-Bearbeitungszentrum in allen Bearbeitungsphasen und unter Berücksichtigung von Werkstoffen und komplexen Operationen weder überfordert noch unterfordert und deshalb optimal eingestellt ist, um wirtschaftlich zu arbeiten.
Mit den sogenannten Easy Tools, die von Danobat Soraluce, dem spanischen Hightech-Maschinenhersteller, entwickelt wurden, ist dies möglich, wie auf einer hauseigenen Innovationsveranstaltung zu sehen war. Easy Tools besteht demnach aus vier unterschiedlichen Softwarelösungen, die es sowohl als Paket wie auch als einzelne Bausteine gibt. Der Anwender kann damit auswählen, was für ihn wichtig ist, wo er seinen Bearbeitungsschwerpunkt sieht, und kann sein System je nach Wunsch sukzessive aufrüsten.
In diesen vier Tools ist beispielsweise eine Wartungslösung integriert, die dem Anwender beziehungsweise dem Maschinenbediener signalisiert, welche Wartungen in absehbarer Zeit anstehen und was wo gemacht werden soll.+
Ein weiterer Bestandteil der Easy Tools ist eine Lösung für die Betriebsdatenerfassung. Diese sammelt im Prozess auftretende Fehler, speichert sie und macht damit Stillstände oder Abweichungen von den Sollwerten für den Maschinenbediener sichtbar.
Informiert wird dieser entweder vor Ort oder, wenn die Anlage mannlos arbeitet, auch über die Distanz per SMS oder E-Mail. Diese Meldungen werden sofort abgegeben, sobald die Anlage in der mannlosen Schicht zum Stehen kommt.
Ein weiterer Bestandteil der Gesamtsoftware nennt sich Adaptive Control und scheint eine besondere Lösung zu sein. Je nach Werkzeugwahl kann der Bediener damit die maximale Zerspanungsleistung mit Vorschub und Spantiefe vorgeben. Während des Bearbeitungsprozesses werden diese Vorgaben permanent kontrolliert.
Stellt das Adaptive Control eine absinkende Leistung fest, werden die Zerspanungswerte nach oben korrigiert, steigt die Leistung dagegen an und übersteigt die Vorgaben, dann werden die Zerspanungswerte nach unten geregelt. So ist in jeder Bearbeitungsposition immer das Optimum gesichert.
Die vierte Teilsoftware rechnet für den Anwender den beispielsweise auf einer Fertigungszeichnung vorgegebenen Raumwinkel automatisch in den Kopfwinkel um.
Mit diesem Softwareangebot, das es optional zu den Maschinen gibt, wird eine optimale Bearbeitungszeit gerade in den mannlosen Zeiten sowie eine längere Standzeit der Werkzeuge und Lebenszeit der Maschinen erreicht.
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