30.08.11 | Autor / Redakteur: Oliver Munz / Rüdiger Kroh
Durch den Wechsel von zwei Vielzahnfräsern auf einen speziellen Vollhartmetall-Fräser bei der Bearbeitung von CFK-Strukturbauteilen konnte die reine Fräszeit um 60% reduziert werden. Zudem entsteht keine Delamination am Randbereich und die auflaminierten Glaslagen werden sauber durchtrennt.
Beim Fräsen von kohlefaserverstärkten Kunststoffen wird die Bauteilqualität in erster Linie durch eine makellose Oberfläche und erstklassige Kanten bestimmt. K.-o.-Kriterien sind vor allem Faserausrisse (Delamination), Faserüberstände, das heißt nicht vollständig abgeschnittene Fasern, sowie verbranntes Harz.
Letzteres wird häufig nicht erkannt oder falsch gedeutet bei der Beurteilung einer besonders auffällig glänzenden Oberfläche. Schruppen und anschließendes Schlichten führen dann meist auch nicht zum gewünschten Erfolg, wenn das eingesetzte Werkzeug die Performance nicht bringt.
Mapal hat für diese Anwendungen ein Fräswerkzeug entwickelt, welches das Bearbeiten in nur einem Schnitt ermöglicht und dadurch die Bearbeitungszeit deutlich reduziert, bei gleichzeitiger Erfüllung hoher Qualitätsansprüche. Bei der GKN Aerospace GmbH in München stellte der neue Hochleistungs-Fräser Optimill-Composite-Speed seine Leistungsfähigkeit in der Praxis unter Beweis.
Am GKN-Standort in München sind etwa 350 Mitarbeiter beschäftigt. Spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Hochleistungs-Kunststoffstrukturen für zivile und militärische Luftfahrt sowie für spezielle industrielle Anwendungen, wird an der modernen Produktionsstätte die vollständige Produktpalette zur Kunststofffertigung, basierend auf wettbewerbsfähigen, automatisierten Prozessen, angeboten.
GKN ist ständig bestrebt, den Zerspanungsprozess, insbesondere an den CFK-Strukturbauteilen des Seitenleitwerks am Airbus A380, zu verbessern. Besonders beim Besäumen der CFK-Strukturbauteile sah der verantwortliche Fertigungsmeister bei GKN in München ein hohes Optimierungspotenzial. Die CFK-Teile mit einseitig auflaminierter Glaslage und einer Dicke von 6 mm wurden bislang mit zwei Wettbewerbswerkzeugen auf einer Zimmermann-Portalfräsmaschine vom Typ FZ32 besäumt.
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