Walter

Vollhartmetall-Frässystem für die Graphitbearbeitung erweitert

15.09.2011 | Redakteur: Rüdiger Kroh

Die zweischneidigen, mittels Pressverfahren hergestellten Schneidwerkzeuge sind die erste Wahl, wenn ein großer Spanraum gefragt ist. Bild: Walter

Das modulare Vollhartmetall-Frässystem Conefit ermöglicht dem Anwender laut Walter ein flexibles und zugleich wirtschaftliches Arbeiten. Neu im Programm sind jetzt die Conefit Spade Types, im Pressverfahren hergestellte zweischneidige modulare Werkzeuge, sowie spezielle Wechselköpfe für die Graphitbearbeitung. Die Neuheiten stellt Walter in Hannover auf der EMO 2011 vor.

Der Name Spade Type bezieht sich auf die spatenartige Form der Wechselköpfe. Die zweischneidigen Werkzeugrohlinge werden wie Wendeschneidplatten gepresst. Sie eignen sich vor allem zum Kopierfräsen, Tauchfräsen, Anfasen, Zentrieren und Anspiegeln von Bohrungen, so das Unternehmen.

Zweischneidige Werkzeugrohlinge für großen Spanraum

Sie seien immer dann erste Wahl, wenn ein großer Spanraum erforderlich ist. Durch ihre hohe Flexibilität seien sie universell einsetzbar bei Anwendungen, bei denen zwei Schneiden ausreichen.

Als Spade Type verfügbar ist derzeit unter anderem das Modell N10 mit Eckenradius, das sich durch seine spezielle Stirngeometrie auch sehr gut zum Plungen einsetzen lässt, heißt es weiter. Hinzu kommen Radiuskopierfräser mit und ohne TAX-Beschichtung, der Hochvorschubfräser Flash sowie Fas- und Zentrierfräser. Mit diesen Profilwerkzeugen, die als Spade Type in den Ausführungen 60°, 90°, 120° und 150° verfügbar sind, lassen sich Bauteile entgraten.

Diamantbeschichtete Fräser bearbeiten Graphit

Ebenfalls neu im Conefit-System sind Varianten, die speziell für die Graphitbearbeitung entwickelt wurden. „Walter bietet derzeit als einziger Anbieter auf dem Markt ein wechselbares Frässystem für die Graphitbearbeitung“, so Mark Flommer, Produktverantwortlicher VHM-/HSS-Fräser bei Walter. Erhältlich sind die diamantbeschichteten Varianten N50 als Vierschneider mit Eckenradius sowie ein zweischneidiger Radiuskopierfräser.

Der dritte Neuzugang ist der Protomax ST für maximale Spanvolumen beim Schruppen wie beim Schlichten. Analog zum VHM-Programm ist der Fräser als vierschneidige Variante mit und ohne Eckenradius jetzt auch mit Conefit-Schnittstelle erhältlich. Der Zusatz ST steht für die Hauptanwendung Stahl (ISO-P), in der Nebenanwendung auch nichtrostender Stahl (ISO-M).

VHM-Wechselfräskopf mit verschiedenen Haltern kombinierbar

Als Werkzeugkonzept kombiniert Conefit einen VHM-Wechselfräskopf mit einem Halter aus Stahl. Aber auch VHM-Halter und Monoblockaufnahmen mit HSK63, SK40 oder Capto C5 und C6 sind verfügbar. Die kegelförmige Aufnahme besteht aus einem Präzisionskonus mit selbstzentrierendem Spezialgewinde. Bei dem Gewinde selbst handelt es sich um eine Verknüpfung aus Trapez- und Sägegewinde. Der Konus sorgt für maximale Wechselgenauigkeit sowie einen genauen Rundlauf, betont Walter.

Die axiale Plananlage liefere zudem eine optimale Steifigkeit der Verbindung. Der dadurch entstehende großflächige Kegel-Plan-Kontakt zwischen Fräskopf und Schaft ist Bedingung dafür, dass die maximalen Drehmomente übertragen werden. Der Durchmesserbereich beläuft sich auf 10 bis 25 mm.

Walter Deutschland auf der EMO Hannover 2011: Halle 3, Stand G24

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