Soraluce

Flexibilität und Präzision sind gefragt

21.09.2011 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Fred Bisgwa, geschäftsführender Gesellschafter der Bimatec Soraluce Zerspanungstechnologie GmbH in Limburg: „Ein Highlight ist unser neues Multifunktionsbearbeitungszentrum F-MT, das erstmals die Fertigungstechniken Fräsen, Drehen und Schleifen in einer Maschine vereint.“ Bild: Bimatec Soraluce

Unsere Schwerpunkte bei der Weiterentwicklung von Großfräsmaschinen liegen in erster Linie in der Flexibilität und Präzision unserer Maschinen, sagt Fred Bisgwa, geschäftsführender Gesellschafter der Bimatec Soraluce Zerspanungstechnologie GmbH in Limburg, im Interview mit MM Maschinenmarkt.

Welche Anforderungen stellen Anwender an Fräsmaschinen zur präzisen Bearbeitung von Großteilen?

Bisgwa: Durch neue Vermessungsmethoden an Großwerkstücken sind die Genauigkeitsanforderungen an unsere Maschinen in den letzten Jahren enorm gestiegen. Gleichzeitig werden die Ansprüche in puncto Flexibilität immer größer, was den Einsatz von verschiedenen Pinolen und Fräskopfvarianten notwendig macht.

Die unterschiedlichen Gewichte von 160 bis 650 kg verursachen durchhangbedingte Winkelfehler am Werkzeug. Unser patentiertes dynamisches WinkelfehlerAusgleichssystem richtet die Schieberachse dynamisch in jeder Position fräskopfabhängig aus. Wir werden dadurch den gestiegenen Genauigkeitsanforderungen bestens gerecht.

Welche Schwerpunkte in der Weiterentwicklung von Großfräsmaschinen setzt Ihr Unternehmen gemeinsam mit Ihrem spanischen Partnerunternehmen Soraluce?

Bisgwa: Die Schwerpunkte in der Weiterentwicklung liegen in erster Linie in der Flexibilität und Präzision unserer Maschinen. Besonderen Wert legen wir aber auch auf die Zuverlässigkeit und die Bedienerfreundlichkeit.

Welche Bedeutung bei der Weiterentwicklung von Großfräsmaschinen hat die Energieeffizienz?

Bisgwa: Soraluce ist eines der ersten Unternehmen in Europa, die ein Produktdesign unter Berücksichtigung von Umweltaspekten durchgeführt haben. Das Redesign und die Produktion unserer neuen TR-Baureihe erfolgte ganz nach den Gesichtspunkten und Regeln der Normen UNE 150.301.2003 (ISO 14006). Die Entwicklungsziele des Eco-Designs beinhalten im Wesentlichen ein materialeffizientes, energieeffizientes, langlebiges, reparaturarmes und logistikfreundliches Design.

Ergebnis sind 11% weniger Materialeinsatz, 16% weniger Stromverbrauch, 21% weniger Schmierstoffverbrauch. Wir sind zuversichtlich, dass wir diese Werte bei allen Baureihen noch deutlich verbessern können.

Wie beurteilen Sie die derzeitige Marktsituation für Großfräsmaschinen?

Bisgwa: An der Vielzahl der Aufträge in den letzten Monaten können wir eine positive Markttendenz feststellen. Auch die Bedarfsmeldungen zeigen eine positive Tendenz, sodass wir von einer positiven Marktentwicklung ausgehen.

Welche Erwartungen verbinden Sie mit der Teilnahme an der EMO Hannover 2011?

Bisgwa: Unser Ziel ist es, neue Kunden zu gewinnen und unsere Marktführerschaft weiter auszubauen.

Welche Highlights werden auf der EMO präsentiert?

Bisgwa: Ein Highlight ist unser Multifunktionsbearbeitungszentrum F-MT, das erstmals das Fräsen, Drehen und Schleifen in einer Maschine vereint. An unserem Fahrständerzentrum FX-R zeigen wir unser patentiertes automatisches Pinolen-Fräskopf-Wechselsystem sowie unser neues Durchhangkompensationssystem, mit dem der Winkelfehler, durch unterschiedliche Fräsköpfe, ausgeglichen wird.

Soraluce auf der EMO Hannover 2011: Halle 13, Stand B36

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