Bionik

Werkzeugmaschinenbau nutzt Gestaltungsprinzipien der Natur

13.06.12 | Autor / Redakteur: Annedore Munde / Udo Schnell

Nach dem Vorbild der Natur entwickelten das Fraunhofer-IWU und Voith Paper Services eine mobile Schleifeinheit für die Walzeninstandsetzung bei der Papierherstellung.
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Nach dem Vorbild der Natur entwickelten das Fraunhofer-IWU und Voith Paper Services eine mobile Schleifeinheit für die Walzeninstandsetzung bei der Papierherstellung. (Bild: Fraunhofer IWU)

Bionik im Werkzeugmaschinenbau ist ein Denkansatz, mit dem die Effizienz der Anlagentechnik erhöht werden soll. Vorgestellt wurden einige dieser Konstruktionsprinzipien am Fraunhofer-IWU. Im Fokus der Konferenz standen Prozesse, die maßgebliche Auswirkungen auf die Effizienz infolge der Mobilität haben.

Zum 2. International Chemnitz Manufacturing Colloquium ICMC, das in diesem Jahr thematisch durch das 2. Internationale Kolloquium des Spitzentechnologieclusters „Energieeffiziente Produkt- und Prozessinnovationen in der Produktionstechnik“ (eniprod) ergänzt wurde, standen insgesamt sechs Themenblöcke zur ressourceneffizienten Produktion und Gestaltung von Powertrain-Komponenten für den Automobil-, Luft- und Schienenfahrzeugbau auf der Tagesordnung.

Das optimale Elektroauto schafft Probleme mit den klassischen Autos

Vor über 250 Gästen aus 17 Ländern wurden Lösungen aus Industrie und Forschung vorgestellt, die ein Einsparpotenzial bereits auf Fabrik-, Prozess- und Maschinenebene erreichen. „Die Produktionstechnik verursacht heute mit etwa 28 % einen erheblichen Anteil am Energieverbrauch in Deutschland. Dies erfordert radikale technische Innovationen auch mit Blick auf den Maschinen- und Anlagenbau“, so Prof. Reimund Neugebauer, Leiter des Fraunhofer-IWU und geschäftsführender Direktor des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse IWP der TU Chemnitz.

Im Fokus der Konferenz standen Powertrain-Komponenten und Prozesse, die maßgebliche Auswirkungen auf die Effizienz und die Umweltbelastungen infolge der Mobilität haben. So skizzierte Prof. Werner Neubauer, Markenvorstand der VW AG, die Trends in der Automobilindustrie, die daraus resultieren: „Vor allem vier Faktoren erzeugen aus meiner Sicht einen massiven Anpassungsdruck auf die Automobilhersteller und ihre Zulieferer: die Verschiebung von Absatzmärkten, die Nachfragedifferenzierung und der demografische Wandel in den westeuropäischen Industrienationen, die wachsenden Anforderungen des Klimaschutzes und die technologische Wende zu alternativen Antrieben.“

Und Neubauer weiß auch, was dies für die Branche bedeutet: „Wenn wir es schaffen, ein Elektroauto zu fertigen, das auf den Punkt genau passt, dann haben wir ein Problem mit den klassischen Autos.“

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