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Werkzeugmaschinen-Aufträge brechen um 20 % ein

08.08.12 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie musste im zweiten Quartal ein Minus von 26 % bei den Auslandsbestellungen hinnehmen.
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Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie musste im zweiten Quartal ein Minus von 26 % bei den Auslandsbestellungen hinnehmen. ( Bild: MAG )

Für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie geht es abwärts: Im zweiten Quartal 2012 sank der Auftragseingang im Vergleich zum zweiten Quartal 2011 um 20 %, wie der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW) am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilt. Vor allem im Ausland gab es ein deutliches Minus.

Die Inlandsbestellungen gingen um 8 % zurück, die Auslandsbestellungen notierten 26 % niedriger als im Vorjahr, heißt es in der Mitteilung weiter. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sei der Auftragseingang um 13 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011 gesunken. Hier notierten die Inlandsorders 6 %, die Auslandsbestellungen 17 % unter Vorjahr.

Stabilisierte Auslandsbestellungen von Werkzeugmaschinen erwartet

„Die Monate April bis Juni haben gezeigt, dass sich die Werkzeugmaschinenindustrie nicht von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abkoppeln kann“, sagt VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. Allerdings habe das zweite Quartal im Vorjahr den stärksten Zuwachs bei den Auslandsbestellungen im gesamten Jahr gebracht, so dass der vergleichsweise hohe Orderrückgang im Ausland auch ein Basiseffekt sei.

Für das zweite Halbjahr erwartet der VDW, dass sich die Auslandsbestellungen wieder stabilisieren. Sie würden ungefähr doppelt so viel Volumen in die Waagschale bringen wie das Inland.

Umformtechnik-Großaufträge retten Werkzeugmaschinenaufträge im Inland

Im Inland habe die Werkzeugmaschinenindustrie eine breite Kundenbasis, die ihrerseits vom Export lebt. Vor allem Automobilindustrie und Zulieferer investierten in neue Modellgenerationen und sparsame Antriebstechniken. Der moderate Bestellrückgang im zweiten Quartal sei Sondereffekten durch Großaufträge in der Umformtechnik zu verdanken.

Entsprechend sei der Auftragsbestand mit 8,4 Monaten im Juni dieses Jahres nach 8,7 Monaten im Februar immer noch sehr hoch. Die Kapazitäten seien nahezu voll ausgelastet. Zuletzt sei der Auslastungsgrad sogar noch leicht gestiegen von 95,1 % im April auf 96,9 % im Juli. Die Beschäftigung habe in den ersten fünf Monaten über 6 % zugelegt auf 68.590 Mitarbeiter in der Branche.

VDW hält an prognostiziertem Produktionsplus für Werkzeugmaschinen fest

„Obwohl das Umfeld in den vergangenen Monaten durch die Euroschuldenkrise und ihre Auswirkungen auf die Weltwirtschaft deutlich schwieriger geworden ist und Investoren verunsichert, wird die Werkzeugmaschinenproduktion im laufenden Jahr weiter wachsen“, erwartet Schäfer. Die VDW-Prognose liegt bei 6 % Plus in der Produktion.

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