Value Engineering

Value Engineering statt Auftragsfertigung

19.06.2015 |

„Wir sind keine Lohnfertiger. Was wir machen, ist Value Engineering.“ sagt der geschäftsführende Gesellschafter Thomas Warnatsch. MM MaschinenMarkt wollte von ihm wissen, was das bedeutet. Der Geschäftsführende Gesellschafter von Mikromat Thomas Warnatsch erklärt „das Konzept der Universalschleifmaschine“. Ausgangspunkt für die Neuentwicklung waren die Gewindeschleifmaschinen, die in Dresden seit Jahrzehnten hergestellt werden. „Der Ansatz heute ist jedoch ein mechatronisches System bei dem die Mechanik nur die halbe Wahrheit darstellt“, erklärt er. Die Neuentwicklung betrifft neben den Achsen vor allem die Steuerung sowie die Integration eines neuen Messsystems.
 
Weiteres Thema bei Mikromat in Dresden: Value Engineering nach Mikromat-Machart. Das bedeutet, dass Konstrukteure zwar Beratung von sämtlichen Gewerke-Lieferanten einfordern, vom Gießereitechnologen, über Lieferanten von Wälzlagern bis hin zu hydraulischen Einrichtungen bekommen.
Die einzige gemeinsame Sprache bei der Mechanischen Fertigung jedoch ist noch immer fast ausschließlich die Zeichnung. Dabei so betont Warnatsch liege grade hier ein großes Potenzial für die Optimierung von Projekten. Viele Montageschritte, Nacharbeiten und Ausnahmegenehmigungen ließen sich durch ein ausführliches Gespräch im Vorfeld vermeiden.
Das externe oder interne Projektmanagement müsse die Kommunikation zwischen Konstruktion und Technologie herstellen. So könne man vermeiden, dass die Montage Teile aneinander anpassen muss.
„Nacharbeit ist immer auch ein Zeichen, dass eine Technologie keine Reserven hat.“, ergänzt Warnatsch.
Das Ziel von Value Engineering sei es, für eine gute Austauschbarkeit zu sorgen und geringe Servicekosten zu produzieren. Zudem reduziere sich der Arbeitskostenanteil am Endprodukt, besonders interessant in einem Hochlohnland.