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Großbritanniens EU-Austritt

VDMA warnt vor Brexit-Blockade

| Redakteur: Udo Schnell

Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer: „Die Nachrichten von den Brexit-Verhandlungen machen deutlich, wie schwierig sich der Prozess des Austretens von Großbritannien aus der EU gestaltet.“
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Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer: „Die Nachrichten von den Brexit-Verhandlungen machen deutlich, wie schwierig sich der Prozess des Austretens von Großbritannien aus der EU gestaltet.“ (Bild: VDMA)

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Die Maschinenbauer in Deutschland, repräsentiert durch den VDMA, sehen in den neuen Positionspapieren zum Brexit keinen Mehrwert. Verbandsgeschäftsführer Brodtmann geht soweit, den Brexit grundsätzlich in Frage zu stellen.

Management – us. Die Maschinenbauer in Deutschland sind nach Angaben des Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Frankfurt am Main, besorgt, angesichts der zähen Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien. Vor dem Start der nächsten Verhandlungsrunde mahnt der Verband zu mehr Konstruktivität in den Gesprächen, um bis März 2019 ein Folgeabkommen zu erzielen – andernfalls drohten deutliche Einschränkungen beim Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. In den Positionspapieren, welche die britische Regierung in dieser und der vergangenen Woche vorgelegt hat, sieht der VDMA kaum Mehrwert für die laufende Phase der Verhandlungen.

Der Brexit kostet ab 2017 spürbar Wachstum

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Der Brexit kostet ab 2017 spürbar Wachstum

01.07.16 - Der Brexit kostet die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur wenig Wachstum. 2017 verschärfen sich die Auswirkungen dann aber deutlich – das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) nimmt um einen halben %punkt weniger zu als es ohne das britische Votum für einen EU-Austritt der Fall wäre. Das erklären Experten der Hans-Böckler-Stiftung. lesen

„Wir sehen noch immer kein klares Bild, wie sich vor allem die britische Regierung den Brexit konkret vorstellt. Es ist zwar positiv, dass Großbritannien nun erste Papiere vorgelegt hat. Allerdings lassen die Positionen inhaltlich viele Fragen offen und gehen auch nicht auf die Themen ein, die in der ersten Verhandlungsphase diskutiert werden“, sagt Holger Kunze, Leiter des VDMA European Office.

Am Ende nur Verlierer

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann erklärt dazu: „Die Nachrichten von den Brexit-Verhandlungen machen deutlich, wie schwierig sich der Prozess des Austretens von Großbritannien aus der EU gestaltet. Schlimmer noch: Nachdem sich zwei Jahre lang auf beiden Seiten des Ärmelkanals Tausende von Experten mit den Verhandlungen beschäftigt haben, werden am Ende alle als Verlierer dastehen. Das Verhandlungsergebnis wird unter dem Strich schlechter sein als der Status quo, falls es bis zum März 2019 überhaupt ein Ergebnis gibt.“

Ein wesentliches Merkmal von Demokratien sei es, so Brodtmann weiter, dass Entscheidungen überdacht und auch rückgängig gemacht werden könnten. Warum solle dies beim Brexit nicht auch möglich sein? Im Sinne eines starken und prosperierenden Europas würde der VDMA es daher begrüßen, wenn der Brexit auch in Großbritannien wieder grundsätzlicher diskutiert würde, so der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

VDMA-Positionspapier zum Brexit

Der VDMA hat in einem ausführlichen Brexit-Papier die offenen Fragen des Maschinenbaus beim EU-Austritt Großbritanniens dargelegt. Für deutsche Maschinenbauer war den Angaben zufolge das Vereinigte Königreich 2016 der viertgrößte Exportmarkt mit einem Exportvolumen von 7,4 Mrd. Euro. Allerdings hat der VDMA stets betont, dass es keine einseitigen Zugeständnisse an die Briten geben könne: der langfristige Erhalt der EU und des Binnenmarktes haben eine höhere Priorität als kurzfristige Handelserleichterungen mit Großbritannien.

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