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Graphen-Forschung

Wunderstoff Graphen bald für Industrie erschwinglich

| Redakteur: Peter Königsreuther

Graphenherstellung gelingt im Ofen: Das geschieht bei etwa 1000 °C auf Kupferfolie. Ein Forscherteam aus Aachen und Jülich gelang dieser Druchbruch.
Graphenherstellung gelingt im Ofen: Das geschieht bei etwa 1000 °C auf Kupferfolie. Ein Forscherteam aus Aachen und Jülich gelang dieser Druchbruch. (Bild: RWTH Aachen)

Wissenschaftler der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich veröffentlichen Forschungsergebnisse in „Science Advances“. Ihnen gelang die Herstellung hochwertigen Graphens, das, sobald es für industrielle Anwendung bezahlbar und in Massen zur Verfügung stünde, für wahre Revolutionen sorgen soll.

Graphen besteht aus nur einer Atomlage, ist sehr flexibel und gleichzeitig mechanisch extrem stabil. Optisch transparent leitet es elektrischen Strom besser als jedes andere Material. Die Kombination dieser Eigenschaften ist laut Forschermeinung einzigartig und so könnten unter Einsatz des „Wundermaterials“ Graphen technologische Durchbrüche – beispielsweise für Touch-Screens oder in der flexiblen Optoelektronik – erreicht werden.

Tesafilm-Methode ad acta

Bislang war die Herstellung von Graphen problematisch: Die britisch-russischen Wissenschaftler Andre Geim und Konstantin Novoselov nutzten im Jahr 2004 in einem unkonventionellen Experiment Tesafilm, um eine einzige Lage Graphen von einem Stück natürlichen Graphit zu trennen. Die „Tesafilm-Methode“ ist allerdings für eine Massenproduktion vollkommen ungeeignet.

Jetzt ist dem 23-jährigen Luca Banszerus sowie Wissenschaftlern der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich ein entscheidender Durchbruch gelungen: Banszerus, der noch im Masterstudiengang Physik an der RWTH studiert, gilt als Ausnahmetalent. Er erhielt bereits mehrere Preise und Auszeichnungen. Auch gewann er 2010 im Wettbewerb „Jugend forscht“, damals arbeitete er schon mit einem Partner an dem Thema Graphen.

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