ZVEI 2008 wieder Wachstum bei elektronischen Komponenten

Redakteur: Stéphane Itasse

Der deutsche Markt für elektronische Komponenten wird nach Einschätzung des ZVEI-Fachverbands Electronic Components and Systems im Jahr 2008 um knapp 2% auf 17,4 Mrd. Euro wachsen. Im Vorjahr ist der Umsatz auf 17,1 Mrd. Euro gesunken (minus 1,6% im Vergleich zu 2006). Für 2009 erwartet der Verband nach eigener Mitteilung vom Montag gut 3% Wachstum.

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„Nach einer Periode der Stagnation der Umsätze sehen wir wieder einem soliden Wachstum der Märkte für elektronische Komponenten entgegen“, so Dr. Martin Stark, Vorsitzender des Fachverbands. Dieses beruhe vor allem auf der deutlich anziehenden Nachfrage nach elektronischen Komponenten in den Segmenten Kfz- und Industrie-Elektronik. Der Bereich Datentechnik werde im laufenden Jahr erstmals nach zwei Jahren des Rückgangs wieder moderates Wachstum zeigen. Telekommunikations- und Konsum-Elektronik werden Umsatzrückgänge verzeichnen.

Der leichte Umsatzrückgang in Deutschland im vergangenen Jahr ist auf die schwachen Halbleiterumsätze zurückzuführen (minus 4,2%). Die Marktbeobachter im ZVEI erwarten allerdings 2008 insgesamt eine leichte Erholung. Halbleiter dominieren mit einem Anteil von gut 62% nach wie vor den Gesamtmarkt für elektronische Komponenten.

Industrie-Elektronik sorgt für Umsatzwachstum bei Halbleitern

Während 2007 im Segment Halbleiter der Umsatz um über 4% auf 10,7 Mrd. Euro gesunken ist, wird für das laufende Jahr mit einem leichten Umsatzplus von gut 1% gerechnet. Getrieben wird dieses leichte Wachstum auf zirka elf Mrd. Euro im Jahr 2008 von der Kfz-Elektronik mit 5% und der Industrie-Elektronik mit 5,3% Wachstum. Die Datentechnik wird mit einem Plus von 0,3% nur das Niveau vom Vorjahr halten können, während die Konsum-Elektronik und die Telekommunikation Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, prognostiziert der Verband.

Die Märkte der Passiven Bauelemente schlossen das vergangene Jahr mit einem Plus von 6,1% (1,57 Mrd. Euro) ab. Der ZVEI erwartet für 2008 ein Umsatzwachstum von 4% auf über 1,6 Mrd. Euro. Zu dieser Entwicklung tragen vor allem die verstärkte Nachfrage nach Automatisierungstechnik, Anlagen für die Nutzung alternativer Energien, geregelte Stromversorgungen sowie der weiter steigende Elektronikeinsatz im Kfz bei. Insbesondere die weiter steigende Nachfrage nach passiven Bauelementen in der Kfz-Elektronik zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs führt zu positiven Effekten.

Elektromechanische Bauelemente legen leicht zu

Schalter, Steckverbinder und Geräteschutzsicherungen, die zur Gruppe der Elektromechanischen Bauelemente zählen, konnten im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 2,4% auf 2,8 Mrd. Euro verbuchen. Für 2008 erwartet der Verband ein moderates Wachstum von 2% auf 2,9 Mrd. Euro.

Die Bereiche Kfz-, Industrie-, und Konsum-Elektronik aber auch die Datentechnik werden im unteren einstelligen Bereich zulegen können. So wird für das laufende Jahr damit gerechnet, dass die Industrie-Elektronik um knapp 4%, die Kfz-Elektronik um gut 2% und die Datentechnik um 1% wachsen werden. Für 2009 rechnet die Branche mit einem Wachstum von knapp 2%, wobei der Anteil der Automobilindustrie am Umsatz seit Jahren stabil bei 43% liegt.

Der Verband der Leiterplattenindustrie beim ZVEI meldete für das vergangene Jahr auf dem inländischen Leiterplattenmarkt ein Plus von 2,5%, was einem Umsatz von 1,45 Mrd. Euro entspricht. Für das laufende Jahr geht die Branche von einer ähnlichen Wachstumsrate aus. Über ein Drittel des Umsatzes wird in der Kfz-Elektronik erzielt, dicht gefolgt von der Industrie-Elektronik (knapp 30%) und der Telekommunikation (gut 21%).

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