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3D-CAD- und CAM-Lösung: von der Kalkulation bis zum Drahterodieren

| Autor/ Redakteur: Theo Drechsel / M.A. Frauke Finus

Für die Fertigung von Stanz- und Ziehteil-Werkzeugen nutzt Straka Werkzeugbau die durchgängige 3D-CAD- und CAM-Branchenlösung Visi von Mecadat. Die Software deckt den gesamten Workflow ab – von der Kalkulation über die Konstruktion bis hin zum Fräsen und Drahterodieren.

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Zum Erfolg Straka Werkzeugbau aus Wuppertal trägt die hoch entwickelte CAD- und CAM-Infrastruktur mit der Software Visi von Mecadat bei.
Zum Erfolg Straka Werkzeugbau aus Wuppertal trägt die hoch entwickelte CAD- und CAM-Infrastruktur mit der Software Visi von Mecadat bei.
(Bild: Mecadat)

Seit der Gründung 1998 wächst Straka Werkzeugbau kontinuierlich. Denn die Werkzeuge, mit denen – bevorzugt in Folgeverbundtechnik – komplexe Stanz- und Ziehteile entstehen, sind bei KFZ-Zulieferern äußerst gefragt. Zum Erfolg trägt die durchgängige 3D-CAD- und CAM-Branchenlösung Visi entscheidend bei, die bei dem Wuppertaler Spezialisten den gesamten Workflow abdeckt – von der Kalkulation über die Konstruktion bis hin zum Fräsen und Drahterodieren.

„Das Know-how von Straka Werkzeugbau wird vor allem geschätzt, wenn es um Werkzeuge für Blechteile geht, die zwar meist nicht im Sichtbereich liegen, dafür aber extrem komplizierte Geometrien aufweisen können. Dies erfordert eine Menge Wissen und Erfahrung, weshalb wir fast alle Werkzeuge im Haus konstruieren“, unterstreicht Firmenchef Karsten Straka. „Zusätzlich bieten wir umfangreiche Serviceleistungen an, die von der Hilfestellung bei der Bauteilauslegung, über die Umformsimulation, die extern vergeben wird, dem Prototypenteil und Abmusterung bis hin zur Kleinserie den gesamten Prozess abdeckt.“

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Gesamten Workflow ohne Schnittstellenprobleme abbilden

Zum Erfolg der Wuppertaler trägt die hoch entwickelte CAD- und CAM-Infrastruktur mit der Software Visi bei. Während des Anschaffungsprozesses hatte Visi einen ganz wichtigen Punkt in die Waagschale geworfen: Die Durchgängigkeit. Denn Visi bietet nicht nur sehr ausgefeilte Module für den Stanzwerkzeugbau, sondern arbeitet sowohl bei der Konstruktion als auch bei der NC-Programmierung mit demselben Datenmodell auf Basis von Parasolid.“ So konnte der Werkzeugbauer seinen gesamten Workflow ohne Schnittstellenprobleme abbilden, angefangen von der Angebotsphase und Kalkulation über die Konstruktion bis hin zu den NC-Programmen für die Fräs- und Drahterodiermaschinen. Praktisch sind in diesem Zusammenhang auch die bei Straka installierten Floating-Lizenzen, die auf dem Server laufen und bei denen jeder autorisierte Mitarbeiter die Visi-Module nutzen kann, ohne den Arbeitsplatz zu wechseln.

Im 3D-Bereich bildet sowohl bei CAD als auch bei CAM grundsätzlich Visi Modelling die Grundlage, die durch Module aufgabenspezifisch ergänzt wird. Im Konstruktionsbereich ist dies bei Straka jeweils eine Lizenz des Schnitt- und Stanzwerkzeugmoduls Visi Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau), der Bauteilbibliothek, von Visi Blank (Zu-schnittsberechnung) sowie von Advanced Modelling zur zielorientierten Verformung. An zwei weiteren Arbeitsplätzen, die sich in einem anderen Raum in der Arbeitsvorbereitung befinden, ist Visi-CAM installiert, wo die NC-Programme zum Fräsen, Bohren und zum Drahterodieren generiert werden. Hier in der AV entstehen sowohl die NC-Programme für die beiden 3-achsigen vertikalen Bearbeitungszentren wie auch für die drei Drahterodiermaschinen von Fanuc.

Nur noch die Hälfte der Zeit benötigt

Visi konnte den Werkzeugbauer bei der Präsentation sofort begeistern. Einen wesentlichen Anteil daran hatte die automatische Featureerkennung von Visi Compass. Das Modul Compass Technologie zur 2- und 2,5-Achsen-Bearbeitung wertet bestimmte Merkmale, Features genannt, eines Werkstücks aus und erzeugt auf der Basis hinterlegter Fertigungsdaten hierfür automatisch das NC-Programm. Features sind reproduzierbare Regelgeometrien wie Bohrungen, Gewinde, Passungen, aber auch Run-dungen, Kanten oder Frästaschen, die sich im CAD-System zusätzlich kennzeichnen und außerdem beschreiben lassen.

Nicht zuletzt in der Konstruktionsphase spielt die CAD/CAM-Lösung ihre Stärken aus, denn bei Visi Modelling handelt es sich um einen sogenannten Hybridmodellierer. Dies bedeutet, dass Visi den Parasolid-Kern für die Volumenmodellierung sowie für die Flächenmodellierung kombiniert nutzt. Im Gegensatz zu rein parametrisch arbeitenden CAD-Systemen hat dies im Werkzeugbau klare Vorteile, da man wesentlich schneller und flexibler konstruieren kann. Visi hat sich bei Straka Werkzeugbau absolut bewährt. Die Wuppertaler loben neben dem überzeugenden Branchenkonzept insbesondere die vielen technologisch gut umgesetzten Details, wie zum Beispiel die NC-Programmierung mit Visi Compass Technologie. „Seit wir hier die automatische Featureerkennung einsetzen, benötigen wir bei der Programmierung von 2D- und 2,5D-Bearbeitungen im Schnitt nur noch die Hälfte der Zeit. Und bei Bohrlöchern und Gewinden geht es heute sogar sekundenschnell“, zieht Straka ein positives Fazit. „Wir hatten nach einem durchgängigen System gesucht, mit dem wir anhand desselben 3D-Modells konstruieren, fräsen und erodieren können. Mit Visi haben wir jetzt eine Lösung im Haus, die diese Forderung nicht nur erfüllt, sondern weit mehr bietet.“

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