Betriebstechnik 3D-Display für Blinde

Redakteur: Linda Kuhn

Forscher am Hasso-Plattner-Institut (HPI) haben ein taktiles Display für Blinde entwickelt. Mittels 3D-Linien können Sehbehinderte so sogar Grafik-Tools nutzen.

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Hilfsmittel wie Braillezeilen oder Lesesoftware ermöglichen die Computernutzung für Sehbehinderte. Doch komplexe räumliche Daten waren Blinden bisher weitgehend unzugänglich. Das soll sich mit dem interaktiven Visualisierungssystem „Linespace“ ändern. Die HPI-Forscher wollen Blinden damit Zugang zu Programmen ermöglichen, die bisher nur sehende Menschen nutzen konnten. Dazu gehören beispielsweise Excel-Dokumente, zwei einfache Spiele und eine einfache Programmierumgebung.

Steuerung mittels Sprache und Gesten

Die Grundlage des Systems ist ein 140 mal 100 Zentimeter großes Display mit einem 3D-Druckkopf, der taktile Linien zeichnet, sodass auch Visualisierungen möglich sind. Während des Betriebs drückt der Druckknopf flüssigen Kunststoff auf das Display, das zu erhöhten Linien führt. Diese Linien können Blinde durch Ertasten wahrnehmen und damit visuelle Inhalte verstehen. Der gleiche Druckknopf ist auch mit einem Kratzer ausgestattet, der Linien durch Computersteuerung entfernen kann. Der Fußschalter ermöglicht es Benutzern Text- und Sprachausgabebefehle einzugeben.

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