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Materialextrusion 3D-Drucker für technische Polymere

| Autor: Simone Käfer

Nicht größer, sondern kompakter fällt der Nachfolger des Epsilon von BCN3D aus.

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Die 3D-Drucker für die Produktion von BCN3D: der neue Epsilon W27 links und der große Bruder, der jetzt Epsilon W50 heißt.
Die 3D-Drucker für die Produktion von BCN3D: der neue Epsilon W27 links und der große Bruder, der jetzt Epsilon W50 heißt.
(Bild: BCN3D)

Der spanische Hersteller von 3D-Druckern für die Materialextrusion BCN3D bringt ein neues Modell auf den Markt, dass mit einem Bauvolumen von 27 l unter dem bisherigen Industrie-Drucker des Unternehmens liegt. Der Epsilon W27 hat einen Bauraum von 420 mm × 300 mm × 220 mm und verarbeitet technische Polymere. Die Spanier bieten eine breite Palette an entsprechenden Materialien an, die von der BASF und Mitsubishi Chemical entwickelt wurden, doch steht es jedem offen, Filamente von anderen Herstellern zu nutzen. Der Drucker ist sowohl auf den Konstruktions- als auch Produktionsbedarf ausgelegt und für Kleinserien und Rapid Prototyping geeignet. Eine Maschine kostet knapp 5.000 Euro.

Die voneinander unabhängigen Extruder im Sigmax
Die voneinander unabhängigen Extruder im Sigmax
(Bild: BCN3D)

IDEX: Die unabhängigen Extruder

Eine Besonderheit der BCN3D-Drucker sind zwei voneinander unabhängige Extruder. Nicht ganz unabhängig, da sie auf einer Führungsschiene angebracht sind. Das bedeutet, dass je nach Bedarf nur ein Extruder tätig ist oder beide sich entweder parallel oder spiegelverkehrt bewegen und so zeitgleich zwei baugleiche Teile aufbauen. Independent double extrusion system (IDEX) nennt das Unternehmen diese Technik. Ein Grund, dass die Extruder nicht komplett unabhängig voneinander verfahren können, ist ein Vorteil für die Bedingung. Ihre unterschiedlichen Bewegungen müssen nicht programmiert werden, „es ist nur ein Knopfdruck, damit sie parallel oder spiegelverkehrt drucken“, so Eric Pallarés, Mitgründer und CTO von BCN3D im Interview mit MM Maschinenmarkt.

Im Bereich der Materialextrusion ist die Auswahl an 3D-Druckern groß. Pallarés fasst zusammen, was den Epsilon W27 besonders macht: „Er hat einen Internetanschluss und Industrie-4.0-Features, außerdem einen Carbon-Filter, der Mitarbeiter schützen soll. Aber die wichtigsten Argumente für den W27 sind ganz klar, dass er technische Materialien verarbeiten und zwei Teile gleichzeitig drucken kann.“

Ins Smart Cabinet passen 8 Spulen.
Ins Smart Cabinet passen 8 Spulen.
(Bild: BCN3D)

Smart Cabinet: Das Lager, das Strom liefert

Ergänzt werden die Maschinen durch das Smart Cabinet. Der Schrank ist Lager und Notaggregat zugleich. In ihm können acht Filamentspulen bis 5 kg gelagert werden. Eine Luftfeuchtigkeit von 15 % sorgt dafür, dass die Materialien ihre mechanischen Eigenschaften behalten. Dazu dient es als ein Notaggregat. Sollte es zu einem Stromausfall kommen, versorgt das Smart Cabinet den angeschlossenen 3D-Drucker mit Strom. So kann fließend weitergedruckt werden, der Druckjob ist nicht verloren. Das Smart Cabinet kann mit allen Druckern von BCN3D verbunden werden und kostet rund 2.000 Euro.

Die neue Sigma D25 eignet sich gut für den Prototypenbau.
Die neue Sigma D25 eignet sich gut für den Prototypenbau.
(Bild: BCN3D)

Neben dem Epsilon W27 hat BCN3D auch einen 3D-Desktopdruck im Programm. Der Sigma D25 eignet sich das Prototyping oder Forschung. Einer der Hauptunterschiede zur den Epsilon-Druckern liegt darin, dass keine technischen Werkstoffe verarbeitet werden können. Der Sigma D25 profitiert von der Mechanik und Elektronik, die im Epsilon steckt. Außerdem ist er Internet- und Wifi-fähig.

* Weitere Informationen: BCN3D Technologies in 08850 Gavà, Barcelona, Spanien; www.bcn3d.com/de/

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Über den Autor

 Simone Käfer

Simone Käfer

Redakteurin für Additive Fertigung und Werkstoffe