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Voxeljet 3D-Drucker mit neuem Formstoff-System erstmals vorgestellt

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Der VX1000 von Voxeljet erlebt auf der Euromold 2011 seine Weltpremiere. Der 3D-Drucker ist laut Hersteller als High-Performance-Maschine konzipiert, soll aber in seiner Klasse mit kompakten Abmessungen von 1060 mm × 600 mm × 500 mm bei einem Gesamtgewicht von 4 t den Erwartungen gerecht werden.

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Der 3D-Drucker VX1000 von Voxeljet schließt die Lücke im Portfolio zwischen der Großformatmaschine VX4000 und dem Industriedrucker VX800. Bild: Sonnenberg
Der 3D-Drucker VX1000 von Voxeljet schließt die Lücke im Portfolio zwischen der Großformatmaschine VX4000 und dem Industriedrucker VX800. Bild: Sonnenberg
( Archiv: Vogel Business Media )

Der 3D-Drucker eigne sich für den harten Industriealltag durch den Einsatz hochwertiger Komponenten, die einen dauerhaften Betrieb über viele Jahre hinweg garantieren sollen. Der VX1000 soll über einen Hochleistungs-Druckknopf mit 10.624 Düsen verfügen, der eine Auflösung von bis zu 600 dpi erreiche. Die in einem Durchlauf aufgebrachte Schichtstärke betrage 100 µm bei einer Druckbreite von 450 mm, die Schichtbauzeit soll bei unter 30 s liegen.

3D-Drucker erzeugt auch komplexe Geometrien mit Hinterschneidungen

Ausgehend von den 3D-CAD-Daten werden die Formen werkzeuglos und vollautomatisch im Schichtbauverfahren generiert. Durch die sichere Beherrschung der Schichtbauprozesse soll die Herstellung unterschiedlichster Objekte und Formen für den Metallguss schnell und wirtschaftlich gelingen. Selbst komplexe Geometrien mit Hinterschneidungen ließen sich detailgetreu und präzise drucken.

Zusätzlich zur Geschwindigkeit betont der Hersteller die Umweltfreundlichkeit der Maschine, da sie für das ebenfalls neu entwickelte anorganische Formstoffsystem geeignet sei. Erstmalig soll es dem Unternehmen in Zusammenarbeit mit Hüttenes-Albertus gelungen sein, anorganisch gebundene Formen und Kerne werkzeuglos im 3D-Druckverfahren herzustellen.

3D-Drucker verarbeitet auch anorganischen Fertigsand

Bei diesem System wird ein mit anorganischem Binder versetzter Formstoff, anorganischer Fertigsand, in mikrometerfeinen Schichten auf eine Baufläche aufgetragen und anschließend selektiv mit einer Flüssigkeit bedruckt, heißt es. Die Drucklösung aktiviere den Binder im Sand, der die umliegenden Formstoffpartikel bindet.

Dieser Prozess wird so lange Schicht für Schicht fortgesetzt, bis die gewünschte Form hergestellt ist. Die Sandformen kommen nach dem Schichtbauprozess für wenige Stunden zur Trocknung in einen Ofen und stehen dann für den Abguss zur Verfügung. Diese Systeme kommen jetzt zusätzlich zur Serienfertigung bei der Prototypen- und Kleinserienfertigung zum Einsatz.

Voxeljet Technology auf der Euromold 2011: Halle 11.0, Stand E62

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