Suchen

Markenschutz 5 Dinge, die Sie beim Online-Markenschutz beachten müssen

| Redakteur: Robert Horn

Nicht nur industrielle Produkte sind in Gefahr, von Fälschern oder Plagiatoren kopiert zu werden, auch online sollten Unternehmen Schritte einleiten, um die eigene Marke im weltweiten Netz zu schützen. Markmonitor, ein Anbieter von Online Markenschutz-Lösungen, erklärt, worauf Markeninhaber achten müssen.

Firmen zum Thema

Nicht immer haben Konsumenten ein gutes Gefühl beim Online-Shopping.
Nicht immer haben Konsumenten ein gutes Gefühl beim Online-Shopping.
(Bild: Markmonitor/Rawpixel Ltd)

Die Online-Welt entwickelt sich rasant: Es kommen nicht nur ständig neue Social Media-Kanäle und Apps hinzu, auch die Zahl der generischen Top Level Domains (gTLD) – also der Kürzel auf der rechten Seite hinter dem Punkt bei Internetadressen - wächst kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund mag die Herausforderung, die eigenen Marken im Netz zu schützen, erst mal nach einer Herkulesaufgabe aussehen. Aber angesichts der zunehmenden Bedrohung durch Cyberkriminelle und der damit verbundenen Risiken für Umsatz und Image, kommen Markeninhaber heute nicht mehr umhin, eine umfassende Online-Markenschutz-Strategie zu entwickeln.

Wichtig ist vor allem, dass Markenunternehmen sich der wachsenden Anzahl an Gefahren in der Cyberwelt bewusst werden. Stefan Moritz, Regional Director Deutschland, Österreich und Schweiz bei Markmonitor, zeigt, auf, welche fünf Bereiche Markeneigner 2017 achten müssen, um sich vor Online-Markenmissbrauch zu schützen.

1. Markenrichtlinien festlegen

Viele Unternehmen regeln häufig lediglich Verwendung und Gestaltung von Logos und der dazugehörigen visuellen Inhalte in der Offline-Welt. Dies ist natürlich auch weiterhin nicht zu vernachlässigen, allerdings sind diese Regeln oft nicht in den Online-Bereich übertragbar. Die Schnelllebigkeit des Internets verlangt einen ganzheitlicheren Ansatz. Deshalb ist es sinnvoll, dedizierte Richtlinien festzulegen, sowohl zur internen als auch externen Verwendung der geschützten Marke und ihrer Inhalte.

Bei der internen Nutzung geht es vor allem um Inhalte, dem Registrieren von Domains und Social Media Accounts sowie um einen Verhaltenscodex für Social Media-Kanäle. Extern steht die Verwendung der Marke durch Partner, Händler, Distributoren und andere Dritt-Parteien im Fokus. Für all diese Anwendungsfälle geschützter Marken, müssen Richtlinien definiert werden.

2. Social Media überwachen

Soziale Netzwerke eröffnen Unternehmen vielfältige neue Chancen der Kundenansprache. Sie ermöglichen unmittelbare Kommunikation mit dem Verbraucher und liefern wertvolle Informationen für gezieltes Marketing. So lassen sich neue Kundensegmente und Absatzkanäle erschließen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass sich Unternehmen auf all diesen Plattformen registrieren müssen. Ungeachtet der jeweiligen Reichweite, müssen sie dann die verschiedenen Plattformen in allen relevanten Sprachen pro-aktiv auf Markenmissbrauch, negatives Kundenfeedback und ähnliches hin überwachen.

Ein solches Online-Monitoring sollte folgende Aspekte abdecken: eine Stimmungsanalyse, die Suche nach Seiten, die Fälschungen eigener Produkte verkaufen oder Malware enthalten, Richtlinienverstöße von Mitarbeitern und Partnern, Links auf nicht indizierte Seiten im Deep Web sowie Fake-Accounts im Namen der Marke oder der Mitarbeiter.

(ID:44548925)