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Weiterbildung

5 Tipps – So profitieren Unternehmen mehr von Seminaren

| Autor/ Redakteur: Oliver Schumacher / Melanie Krauß

Weiterbildung Wissen ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Für die einen sind Trainings eine Selbstverständlichkeit, für andere sind sie jedoch nach wie vor eher die Ausnahme. Mit den folgenden drei Tipps können Unternehmen sicherstellen, dass sich die Investition lohnt.

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Seminare sollten nicht einfach zum Selbstzweck oder als Alibi stattfinden. Dadurch verschenken Unternehmen wertvolle Potenziale.
Seminare sollten nicht einfach zum Selbstzweck oder als Alibi stattfinden. Dadurch verschenken Unternehmen wertvolle Potenziale.
(Bild: ©Jacob Lund - stock.adobe.com)

1. Bereitschaft zur Weiterentwicklung

Achten Sie bereits bei der Personalauswahl darauf, wie Bewerber zur persönlichen Weiterentwicklung stehen. Ist ein Mitarbeiter nicht dafür aufgeschlossen, wird er Seminare nur „absitzen“ und weiter wie bisher arbeiten. Da Ihre Mitarbeiter die Bilanzen Ihres Unternehmens beeinflussen, sollten Sie die Faktoren Lernwille und Aufgeschlossenheit für Neues niemals unterschätzen. Nur selten ändern Menschen eine grundsätzliche Einstellung zu diesem Thema. Ganz unabhängig davon, dass heute einfach keiner mehr daran vorbeikommt, sich Veränderungen zu stellen – und dazu gehört nun einmal auch, sich neues Wissen anzueignen, um diese Veränderungen als Einzelner, aber auch in einem Team und im Unternehmen gemeinsam erfolgreich bewältigen zu können.

2. Bedarfsgerechte Trainingskonzepte

Ein Seminartag im Jahr für alle wird dem Anspruch einer strategischen Weiterbildung nicht gerecht, sondern hat eher Alibi-Funktion. Berücksichtigen Sie individuelle Wünsche, Bedürfnisse und Talente der einzelnen Mitarbeiter und entwickeln Sie diese bedarfsgerecht weiter. Wer die gleichen Inhalte und Trainingskonzepte nach dem Gießkannenprinzip sowohl auf die „guten“ als auch die „schlechten“ Mitarbeiter verteilt, muss sich weder über eine mangelnde Begeisterung noch über ein mangelndes Ergebnis wundern. Es gibt immer Gründe, warum einzelne Mitarbeiter da stehen, wo sie sind. Von dort müssen sie individuell abgeholt und inspiriert werden. Nur so lassen sich gezielte Fortschritte erreichen, von denen nicht nur jeder Mitarbeiter einzeln, sondern auch die Teamleistung profitiert.

3. Ergebnisorien­tierte Umsetzung

Lernen braucht Zeit. Wissen zu haben, reicht nicht – es muss auch angewendet werden. Geben Sie Ihren Mitarbeitern ausreichend Zeit zur Umsetzung und erwarten Sie nicht eine Veränderung von heute auf morgen. Planen Sie feste Zeiten zum Besprechen der Lerninhalte und der Umsetzungsresultate ein. Finden Sie gemeinsam Wege, wie Sie etwas besser machen könnten. Erwarten Sie nicht gleich zu viel und überfordern Sie Ihre Mitarbeiter nicht. Wenn jemand nach einer Weiterbildung mittelfristig drei oder vier Dinge anders und besser macht, dann ist viel erreicht. Zu erwarten, dass alles umgesetzt wird, wäre Utopie. Führungskräfte haben die Mitverantwortung dafür, dass sie den Teilnehmer immer wieder wertschätzend motivieren, die Seminarinhalte aktiv im Alltag umzusetzen.

4. Vorbild sein

Leben Sie selbst ständiges Lernen und Aufgeschlossenheit vor. Denn das, was Sie selbst tun, können Sie am ehesten auch von Ihren Mitarbeitern erwarten. Entwickeln Sie eine Lernkultur in Ihrem Unternehmen. Es darf nicht sein, dass ein Seminar unter den Kollegen im Zweifelsfalle eher als Bestrafung statt als Anerkennung wahrgenommen wird. Vielmehr sollten Weiterbildungsangebote von allen Mitarbeitern immer wieder als Chance wahrgenommen werden, sich sowohl persönlich als auch fachlich weiterzuentwickeln.

Gerade Unternehmer und Führungskräfte sind hier immer wieder selbst gefragt: Verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern, dass sie nicht nur arbeiten, sondern auch mitdenken. Wenn Mitarbeiter ihren Kalender von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit Terminen „vollballern“ kann es leicht passieren, dass sie ihr Handeln und Tun zu wenig reflektieren. Gleiches gilt bei einer hohen Besprechungsfrequenz – oftmals sogar ausgelöst vom Chef. Bei solch einer Arbeitsweise haben sie wahrscheinlich gar keine Möglichkeit, besser zu werden, weil ihr Tagesgeschäft ihnen keine Zeit und Muße lässt, Weiterbildungsmaßnahmen nachzuarbeiten und das neue Wissen anzuwenden.

5. Gute Trainer finden

Der Erfolg jedes Seminars steht und fällt mit einem exzellenten Trainer. Haben Sie einen solchen nicht in den eigenen Reihen (und Vorsicht, nicht jeder, der beispielsweise erfolgreich verkauft, ist automatisch auch in der Lage, sein Wissen und Können anderen zu vermitteln, geschweige denn ein komplexes Verkaufstraining durchzuführen), dann ist es an der Zeit, einen guten externen Trainer zu finden. Dessen Aufgabe ist es, wichtige Inhalte in das Unternehmen einzubringen oder Mitarbeiter im Unternehmen mit neuen Fähigkeiten auszustatten.

Den Grundstein für den Erfolg eines Trainings legen Sie gemeinsam bereits im Vorfeld. In Vorgesprächen finden Sie heraus, wie, das heißt mit welchen Methoden, der Trainer seine Inhalte vermittelt, beziehungsweise welche Ziele durch die Maßnahme für das Unternehmen erreicht werden sollen.

Wie bereits beschrieben, ist ein Erkennungsmerkmal eines guten Trainers, über die allgemeinen Ziele hinaus, mit jedem Teilnehmer zusätzlich individuelle Lernziele zu vereinbaren. Im Idealfall wird er diese dann natürlich auch nachweisbar mit den Teilnehmern erreichen. Ein professioneller Trainer bringt hier Vieles mit ein. Durch ein vorhergehendes ausführliches Briefing, eine gute Vorbereitung und die passende Methodenwahl liefert er genau das, was besprochen und versprochen wurde. So können die Teilnehmer das neu erworbene Wissen auch in ihrer individuellen Praxis nutzen beziehungsweise umsetzen und so die gewünschten Ergebnisse liefern.

Seminartipp Der zertifizierte Weiterbildungsweg Controlling für Produktionsleiter verhilft auch Fachbereichen, die bisher wenig mit betriebswirtschaftlichen Prozessen zu tun hatten, zu einem Einstieg in die ganzheitliche Business-Kompetenz. Themen sind unter anderem:
  • Grundlagen BWL / Controlling
  • Lean Management
  • Prozesssteuerung mit Kennzahlen
  • Entwicklung von Geschäftsmodellen und Strategien
  • Kostenmanagement und Verkaufspreisfindung
  • Weitere Informationen, Termine und Anmeldung unter: www.b2bseminare.de/alle-seminare/controlling-fuer-produktionsleiter

    Zusammenfassend lässt sich sagen: Berücksichtigen Sie verstärkt die individuellen Kenntnisstände Ihrer Mitarbeiter und fordern Sie wertschätzend die Umsetzung bestimmter Lerninhalte ein, die Sie vorab mit dem einzelnen Mitarbeiter vereinbaren. Erwarten Sie von einem einzelnen Trainingstag im Jahr keine Wunder, da Gewohnheiten selten durch einen einzelnen Impuls durchbrochen werden. Denn nur weil man etwas weiß, tut man es noch lange noch nicht.

    Mit regelmäßigen Trainings und individuellen Umsetzungsvereinbarungen schaffen Sie es zunehmend, negative Gewohnheiten durch bessere auszutauschen und somit von Seminaren im Unternehmen immer mehr zu profitieren – als Mitarbeiter und Unternehmen.

    * Oliver Schumacher ist Gründer der Expertenplattform Let's find experts in 49809 Lingen, Tel. (05 91) 6 10 44 16, info@letsfindexperts.com, www.letsfindexperts.com

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