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Energiewende 7 bis 17 Mio. Wärmepumpen werden benötigt

Redakteur: Rebecca Vogt

„Integrierte Energiewende“ – unter diesem Titel hat die Deutsche Energieagentur (Dena) eine neue Leitstudie veröffentlicht. Untersucht wurde, wie sich die Klimaziele Deutschlands umsetzen lassen. Soll die Energiewende gelingen, muss auch der Bestand an Wärmepumpen deutlich ausgebaut werden.

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Eine Erdwärmepumpe in einem unsanierten Reihenhaus aus den 1970er Jahren.
Eine Erdwärmepumpe in einem unsanierten Reihenhaus aus den 1970er Jahren.
(Bild: BWP)

Das Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2050 den Ausstoß von Treibhausgasen um 80 bis 95 % zu verringern. Die Dena-Leitstudie hat verschiedene Möglichkeiten und Szenarien zur Umsetzung dieser Vorgabe beleuchtet. Im Gebäudesektor spielen im Hinblick auf eine erfolgreiche Energiewende Wärmepumpen eine zentrale Rolle, wie der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) mitteilt. Nötig sei eine deutliche Beschleunigung des Wärmepumpen-Ausbaus.

Der Studie nach müsste – je nach durchgespieltem Szenario – die Anzahl der Wärmepumpen bis 2050 auf rund sieben bis 17 Mio. Anlagen erhöht werden. So würde dann künftig mindestens ein Drittel aller Gebäude durch Erd- oder Umweltwärme beheizt, heißt es.

Umsetzung der Energiewende hakt

„Wärmepumpen in Kombination mit erneuerbarem Strom und Gebäudeeffizienz sind in jedem Fall ein unverzichtbares und untrennbares Trio für die Wärmewende“, sagt BWP‐Geschäftsführer Dr. Martin Sabel. Seiner Ansicht nach bestätigt die Leitstudie zudem weitgehend die Erkenntnisse anderer Studien führender Experten. „Spätestens jetzt sind wir an einem Punkt, an dem es bezüglich der Energiewende kein Erkenntnisproblem mehr gibt. Was bleibt, ist das Umsetzungsproblem.“

Ohne weitere politische Impulse können der Studie zufolge die angestrebten Klimaziele nicht erreicht werden. „Wenn der Staat über Abgaben und Umlagen die CO₂‐Vermeidung bestraft, kann die Energiewende nicht funktionieren“, meint Sabel. „Je später die Politik dieses zentrale Thema angeht, desto schwieriger wird das ganze Projekt Energiewende. Lösungsvorschläge liegen auf dem Tisch. Die Zeit zu handeln ist jetzt.“

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