Boschert Abkanten und Umformen im Kompaktformat

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die Boschert GmbH & Co. KG stellt ein neues Maschinenkonzept vor: Mit lichter Ständerweite 3.050 mm gestattet es Biegelängen bis 3.300 mm und stellt nach Unternehmensangaben eine Kosten reduzierende Alternative zur nächst größeren Baureihe dar.

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Hier zu sehen ist die CNC-Abkantpresse G-Bend Plus in kompletter und betriebsbereiter Ausstattung.
Hier zu sehen ist die CNC-Abkantpresse G-Bend Plus in kompletter und betriebsbereiter Ausstattung.
(Bild: Boschert)

Mit der Neuvorstellung der CNC-Abkantpressen-Baureihe G-Bend Plus wird nach Unternehmensangaben die Möglichkeit eröffnet, Blechteile mit Kantenlänge bis 3.300 mm anstatt auf einer 4.000-mm-Maschine auf einer kleineren und damit kostengünstigeren Abkantpresse umformen zu können. Der Entwicklung der Baureihe G-Bend Plus des griechischen Boschert-Kooperationspartners Gizelis gingen umfangreiche Markt- und Bedarfsanalysen voraus. Das Resultat spricht für sich, heißt es weiter, denn unter anderem habe sich herausgestellt, dass Blechteile mit Biegelängen um 3.000 mm das Gros der Umformaufgaben darstellen und die entsprechende Kundenklientel nur in Einzelfällen größere beziehungsweise längere Blechteile zu biegen habe, was aber nicht gleich das Investment in eine größere Abkantpresse rechtfertige. Diese Tatsache nahmen die Ingenieure zum Anlass, auf Basis der bewährten CNC Abkantpressen-Baureihe G-Bend den Typ G-Bend Plus auf die Beine zu stellen.

Kollisionen werden ausgeschlossen

Die CNC-Abkantpressen G-Bend Plus gibt es – bei grundsätzlich gleicher Bauweise – mit der Arbeitslänge 3.050 mm (zwischen den Ständern) in den Leistungs-/Presskraft-Klassen 80, 110, 140, 175, 210 und 290 t. Die spezielle Konstruktion mit der weiten Ausladung von 400 mm, einem Pressenhub von 250 mm und der Werkzeug-Einbauhöhe bis 515 mm lässt jedoch längere Werkzeuge zu, sodass in der Praxis Biegebearbeitungen bis 3.300 beziehungsweise 3.400 mm machbar sind. Die Bauweise bringt nach Unternehmensangaben deutlich mehr Freiheiten beim kollisionsfreien Umformen und damit neue Dimensionen bezüglich Anwendungs-, Nutzungs- und Umrüst-Flexibilität mit sich. Außerdem wurde die Integration von Winkelmesssystemen mit Lasersensoren vereinfacht, die nun individuell auf der jeweils ganzen Werkzeuglänge zu nutzen sind. Des Weiteren ist die Hinteranschlag-Einheit zum schnellen Positionieren der Blechteile hier nicht an der Längswand, sondern an den Innenseiten des Maschinenständers montiert. Dadurch ergibt sich an der Maschinen-Rückseite noch mehr Freiraum zum Biegen von Blechen „nach unten“ und außerdem werden Kollisionen mit dem Anschlagsystem von vorneherein ausgeschlossen, heißt es weiter.

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