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KI-Analyse Abruptes Ende der Preis-Rallye bei Kunststoffen

| Redakteur: Josef-Martin Kraus

Die gesunkene Nachfrage und der Preisverfall in der Petrochemie haben seit September 2008 einen drastischen Rückgang der Preise für die meisten Kunststoffe ausgelöst. Das berichtet der Branchendienst „KI – Kunststoff Information“.

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Noch im August notierten die Preise der wichtigsten Kunststoff-Typen auf historischen Höchstständen. Danach begann eine Talfahrt, die sich von Monat zu Monat beschleunigte. Per Ende November sind die Preise von Standard-Kunststoffen gegenüber August durchschnittlich um rund 25% gefallen und liegen nun wieder auf dem Niveau vom Jahresende 2005.

Technische Kunststoffe bleiben relativ teuer

Die mengenmäßig weniger bedeutsamen Technischen Kunststoffe für besonders hochwertige Anwendungen sind vom Preisverfall schwächer betroffen. Ihre Preise waren noch im Oktober auf Höchstständen und sind per Ende November um durchschnittlich knapp 2,5% gefallen.

Entsprechend entwickelten sich die Polymerpreis-Indizes „Plastixx ST“ für Standard-Thermoplaste und „Plastixx TT“ für Technische Thermoplaste, die der Branchendienst „KI“ auf Basis seiner Preisrecherchen monatlich berechnet. Danach ergibt sich für Kunststoffe in bestimmten Anwendungsbereichen Ende November 2008 folgendes Bild:

  • Thermoplaste für flexible Verpackungen: –34% seit August 2008
  • Thermoplaste für feste Verpackungen: –22% seit August 2008
  • Thermoplaste für den Baubereich: –13% seit August 2008
  • Thermoplaste für Elektrotechnik und Elektronik: –10% seit August 2008
  • Thermoplaste für Automotive Interior: –11% seit September 2008
  • Thermoplaste für Automotive Non-Interior: –2% seit September 2008

Die Preisindizes „Plastixx“ und „A-Plastixx“ bilden die Preisentwicklungen je einer Gruppe von Kunststoffen ab. In die monatliche Indexberechnung gehen die durchschnittlichen westeuropäischen Marktpreise der Materialien, gewichtet nach westeuropäischen Verbrauchsmengen, ein.

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