Aluminiumindustrie Absatz von Aluminiumhalbzeug bleibt stabil

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Für die 34 deutschen Hersteller von Aluminiumhalbzeug ist das erste Halbjahr 2011 sehr erfolgreich verlaufen. Beim Auftragseingang und Absatz wurde das gute Ergebnis aus dem vergangenen Jahr gehalten, wie der Gesamtverband der Aluminiumindustrie e. V. (GDA) berichtet.

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Christian Wellner, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie e. V.: „Das Potenzial von Aluminium ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ (Bild: Kraus)
Christian Wellner, Geschäftsführer des Gesamtverbands der Aluminiumindustrie e. V.: „Das Potenzial von Aluminium ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ (Bild: Kraus)

Für die kommenden Monate erwartet der Verband auf dem Halbzeugmarkt eine weiterhin stabile Entwicklung. Begründet wird das mit beachtlichen Wettbewerbsvorteilen der deutschen Halbzeughersteller innerhalb und außerhalb Europas.

Walzprodukte dominieren deutsche Produktion von Aluminiumhalbzeug

Im ersten Halbjahr 2011 wurden an 47 Standorten in Deutschland über 1,25 Mio. t Aluminiumhalbzeug produziert. Der größte Anteil entfiel auf Walzprodukte. In diesem Segment war die Produktionsmenge mit über 948.000 t leicht höher als das Halbjahresergebnis des Vorjahres, doch lag sie im zweiten Quartal unter der Menge im Vergleich zum selben Zeitraum 2010.

Im zweitgrößten Segment, den Strangpressprodukten, verzeichnete der Verband sowohl beim Halbjahres- als auch beim Quartalsergebnis deutliche einstellige Zuwächse auf knapp 300.000 t beziehungsweise 153.000 t. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einem weiteren Plus trotz Abschwächung der Wachstumsdynamik.

Aluminium-Verband erwartet weiterhin Wachstum

Mittel- und langfristig ist GDA-Geschäftsführer Christian Wellner optimistisch, dass Aluminium weiter auf dem Wachstumspfad bleiben wird: „Das Potenzial von Aluminium ist noch lange nicht ausgeschöpft.“ Vor allem im Leichtbau sieht er Wachstumspotenzial.

Größter Abnehmer von Aluminiumwalzprodukten sind der Automotivebereich und die Verpackungsbranche. Bei Strangpressprofilen dominieren die Baubranche und der Verkehrssektor. In Deutschland wird derzeit auf 85 Strangpressen produziert.

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