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Arbeitsschutz bei Saatgutveredler Absauganlage sorgt für sichere Prozesse, saubere Luft und sortenreine Produkte

| Autor/ Redakteur: Ruxandra Nusfelean / M.A. Frauke Finus

Die bei vielen Produktionsvorgängen entstehenden Stäube stellen in mehrfacher Hinsicht eine Gefahr dar: für die Gesundheit der Mitarbeiter und für die Betriebssicherheit. Außerdem besteht das Risiko, dass für den Prozess wichtige Komponenten verschmutzen, was die Produktion beeinträchtigt. Hier helfen Absauganlagen, die die Partikel direkt an der Quelle der Entstehung absaugen und filtern.

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Zu einer hohen Saatgutqualität gehört, dass die Körner möglichst staubfrei und abriebfest sind. Die Suet Saat- und Erntetechnik GmbH hat daher insgesamt neun Absaugeinrichtungen der Kaweha Anlagentechnik GmbH in Betrieb, die die im Produktionsprozess anfallenden feinen Partikel aus organischem Material direkt an der Quelle der Entstehung absaugen und filtern.
Zu einer hohen Saatgutqualität gehört, dass die Körner möglichst staubfrei und abriebfest sind. Die Suet Saat- und Erntetechnik GmbH hat daher insgesamt neun Absaugeinrichtungen der Kaweha Anlagentechnik GmbH in Betrieb, die die im Produktionsprozess anfallenden feinen Partikel aus organischem Material direkt an der Quelle der Entstehung absaugen und filtern.
(Bild: Kaweha)

Zu einer hohen Saatgutqualität gehört, dass die Körner möglichst staubfrei und abriebfest sind. Um die Keimfähigkeit zu steigern und den Ernteertrag zu optimieren, werden die bei Suet angelieferten Körner gereinigt, pilliert und inkrustiert. Anschließend werden sie mit Insektiziden imprägniert, so dass auf den Feldern später weniger Pflanzenschutzmittel versprüht werden müssen. Bei vielen dieser Schritte entstehen jedoch unvermeidlich Stäube, die direkt an der Quelle ihrer Entstehung abgesaugt und gefiltert werden müssen. Bei Suet sind zu diesem Zweck neun durchgängig antistatisch leitfähige Anlagen von Kaweha verbaut, die mit einem Luftstrom von 4.000 bis 20.000 m3/h die feinen Partikel des organischen Materials über längsgeschweißte Stahlrohre mit einem Durchmesser von 80 bis 630 mm zu den Filteranlagen transportieren. Dort wird das organische und anorganische Material von der Luft separiert und aufgefangen.

Die Luftreinhaltung gewährleistet somit nicht nur die Sortenreinheit der Produkte. Sie verhindert auch, dass das Personal die teilweise gesundheitsschädlichen Stoffe einatmet. „Durch die Installation einer entsprechenden Anlage sind wir in der Lage, die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten, die sowohl für den Arbeitsschutz als auch für die Abgabe der gereinigten Luft nach außen gelten“, erläutert Björn Ruelberg, der bei Suet für die technischen Dienste zuständig ist. „Gleichzeitig sorgen wir so für sichere Prozesse und verhindern, dass die Produktion ungeplant zum Stillstand kommt.“ Denn da elektronische Komponenten und optische Sensoren eine wichtige Rolle für die Qualität der Abläufe bei Suet spielen, sollten diese möglichst nicht verstauben. Neben den Vorteilen der Luftreinhaltung profitiert der Saatgutveredler auch davon, dass die Anlagen das bei der Pillierung übrig bleibende, teure Hüllmaterial herausfiltern, so dass dieses wiederverwendet werden kann.

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Exakte Auslegung und spezielle Sicherheitsvorkehrungen

Im Vorfeld analysierte das Expertenteam von Kaweha die Produktionsprozesse und Abläufe vor Ort und erstellte aus den gewonnen Daten und Informationen gemeinsam mit Suet ein bedarfsgerechtes Absaugkonzept, das in ein maßgeschneidertes Anlagenlayout übertragen wurde. Besonderes Augenmerk legte Kaweha dabei auf Maßnahmen zum Brand- und Explosionsschutz: „Es gibt zahlreiche warnende Beispiele von Betrieben, in denen Staubexplosionen erhebliche Schäden angerichtet haben“, so Klaus Schlingmann, Projektleiter bei der Kaweha Anlagentechnik GmbH. Deshalb arbeitet das Unternehmen in diesem Bereich mit dem Diplom-Ingenieur Thomas Enge zusammen, der als befähigte Person mit besonderen Kenntnissen auf dem Gebiet Brand- und Explosionsschutz die gesamte Anlage nach §15 Betriebssicherheitsverordnung überprüft.

„Schon die exakte Auslegung der Anlagen verhindert die Ablagerung von Stäuben im Rohrsystem und senkt damit das Verpuffungsrisiko erheblich“, ergänzt Schlingmann. So gewährleistet die sich bis zur letzten Ansaugstelle verjüngende Leitung eine gleichbleibende Luftgeschwindigkeit von mehr als 20 m/s, die das gesamte System freihält. Alle Filteranlagen und Verrohrungen, bei denen eine staubexplosive Atmosphäre entstehen kann, sind darüber hinaus mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen ausgestattet. „Dazu gehören neben einer druckstoßfesten Ausführung auch Explosionsrückschlagklappen, Berstscheiben, explosionsdurchschlagsichere Zellenradschleusen sowie die ständige Überwachung der Temperatur“, führt der Projektleiter aus.

Zuverlässige Einhaltung der Grenzwerte

Die Anlage in ihrer heutigen Form ist nicht nur maßgeschneidert, sie ist auch mit den Anforderungen stetig gewachsen: Als am Standort in Eschwege etwa einmal kurzfristig die Produktion hochgefahren werden musste, war das vorhandene Absaug- und Filtersystem mit den zusätzlichen Staubmengen überfordert. Kaweha installierte daraufhin umgehend eine neue Anlage sowie weitere Absaugstellen. „Von der Planung bis zur Umsetzung vergingen nur wenige Wochen“, berichtet Ruelberg. Grundsätzlich verläuft die Wartung des Systems sowie der darin verbauten Komponenten seit Jahren reibungslos. „Die Filteranlagen werden mindestens einmal jährlich von unseren Monteuren überprüft. Das gewährleistet eine zuverlässige Einsatzbereitschaft der gesamten Vorrichtung“, berichtet Kaweha-Projektleiter Schlingmann. Mit den verwendeten Filtern ist Suet sehr zufrieden: „Wir kommen zwei bis drei Jahre ohne einen Wechsel aus“, bestätigt Ruelberg. In der Vergangenheit gab es keine Probleme mit der Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte bei der Außenluft und die saubere Luft in den Produktionsstätten schlägt sich auch positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter nieder: Der Krankenstand bei Suet liegt deutlich unter dem Durchschnitt.

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