Luftreinigung Absauganlagen von der Konstruktion bis zur Wartung

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Gerade beim Neubau einer Fertigung lohnt es sich, von Anfang an, eine komplette luftechnische Lösung für die gesamte Produktionshalle in die Planung mit einzubeziehen. Bei Herstellern von medizintechnischen Produkten sind dabei besondere Faktoren zu beachten, wie erhöhte Hygienevorschriften oder die Rückführung hochwertiger Öle in den Prozess. Büchel GmbH aus Niederstotzingen, Experte für Luftreinhaltung und Anlagenbau, entwickelt und baut lufttechnische Lösungen für komplette Fertigungshallen, die an solche Anforderungen angepasst sind.

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In der Medizintechnik werden bei der Zerspanung hochwertige und teure Öle verwendet. Dank des speziellen Vorabscheiders von Büchel werden die von der Absaugung mitgerissenen Aerosole nicht gemischt, sondern direkt in die Maschine zurückgeleitet.
In der Medizintechnik werden bei der Zerspanung hochwertige und teure Öle verwendet. Dank des speziellen Vorabscheiders von Büchel werden die von der Absaugung mitgerissenen Aerosole nicht gemischt, sondern direkt in die Maschine zurückgeleitet.
(Bild: Büchel)

Rostfreie Stähle, Kobalt-Chrom-Legierungen, Keramik und nicht zuletzt Titanlegierungen kommen in der Medizin- und Dentaltechnik zum Einsatz. Da sich diese biokompatiblen Materialien durch hohe Festigkeit auszeichnen, stellt ihre Bearbeitung hohe Anforderungen an Maschinen und Werkzeuge. So kommen Hersteller von medizintechnischen Produkten meist nicht am Einsatz von Kühlschmiermitteln vorbei. Die bei der Zerspanung mit KSS entstehenden Aerosole, Dämpfe und Ölnebel sind gesundheitsschädlich, hauptsächlich für den in direktem Kontakt stehenden Bediener. Zudem setzen sie sich auf der Maschine ab und sorgen für einen hohen Verschmutzungsgrad. Gerade in der Medizintechnik kommt es auf höchste Sauberkeit im Prozess an. Die Büchel GmbH ist bietet leistungsfähige Lösungen zur Luftreinhaltung, wie zentrale Absauganlagen mit integrierte Be- und Entlüftung.

Saubere Luft am Arbeitsplatz

Mit dieser Unterstützung können medizintechnische Unternehmen die Verschmutzung reduzieren und für saubere Luft an den Arbeitsplätzen sorgen, abgestimmt auf den Maschinenpark. Gerade beim Neubau einer Fertigung bietet sich eine zentrale Absauglösung mit integrierter Be- und Entlüftung an. Grundlage für die Berechnung der Anlage und ihrer benötigten Luftleistung ist der Maschinenpark. Dafür werden die unterschiedlichen Typen – zum Beispiel Langdreh- und Kurzdrehautomaten sowie Schleifmaschinen – einzeln betrachtet und die Luftleistung aufsummiert. „Ein Beispiel: Bei einem Kunden mit einem modernem Park von etwa 100 Maschinen haben wir nach der Berechnung der nötigen Leistung drei Rohrstränge geplant, gebaut und installiert. Daran wurden dann je ein Abscheider mit Einzelkapazitäten von 16.000 m3, 12.000 m3 und 8.000 m3 Luft angeschlossen“, erklärt Klaus Schmidt, Geschäftsführer der Büchel GmbH.

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Grenzwerte sind deutlich unterschritten

Eine solche Anlage saugt Luft sowohl im Raum als auch direkt an der Maschine an und erfasst so nahezu 100 % der Aerosole. Dadurch werden die strengen Grenzwerte deutlich unterschritten. Um die schadstoffhaltige Luft dann zu filtern, setzt Büchel einen mehrstufigen Filter ein. Eine mechanische und zwei elektrostatische Stufen sorgen beispielsweise für einen Filtrationsgrad von Schadstoffen bis zu einer Größe von 0,01 µm. „Durch die geringe Antriebsenergie arbeiten elektrostatische Filter sehr energieeffizient. Zudem schonen sie natürliche Ressourcen, da sie gereinigt und wiederverwendet werden können“, so Schmidt.

Von den Abscheidern gelangt die gefilterte Luft dann zentral in die Be- und Entlüftungsanlage. Ein Wärmetauscher im Be- und Entlüftungssystem sorgt für eine hohe Energieeffizienz der Anlage. Die Abwärme aus der Abluft kann so genutzt werden, um die Zuluft aufzuheizen und damit ein für die Produktion ungünstiges Temperaturgefälle zu vermeiden. Bei Sommerhitze wird die Wärme während der Nachtabkühlung nach außen abgeführt, was zur Temperaturstabilisierung beiträgt.

Kosten sparen durch Ölrückführung

Gerade in der Medizintechnik werden bei der Zerspanung sehr hochwertige und teure Öle verwendet. Doch noch lange nicht an jeder Maschine dasselbe. Werden die unterschiedlichen Sorten jedoch vermischt, ist eine Rückführung in den Kreislauf nicht möglich, da nicht jeder Prozess eine Ölmischung verträgt. Deswegen hat Büchel einen speziellen Schwerkraftabscheider entwickelt. Dadurch werden die von der Absaugung mitgerissenen Aerosole nicht gemischt, sondern direkt in die Maschine zurückgeleitet.

Auch der Brandschutz, der gerade bei der Bearbeitung mit ölhaltigen Kühlschmiermitteln sehr wichtig ist, spielt bei der Planung und Konstruktion der Absauganlage eine große Rolle. Brandschutzklappen an den Zu- und Abluftkanälen trennen einzelne Maschinen von der Absauganlage ab und verhindern so, dass sich ein Feuer auf den gesamten Maschinenpark ausbreitet. Durch eine Unterdruckregelung wird dabei die Luftleistung der Anlage automatisch angepasst.

Mit der Installation endet aber der Service von Büchel nicht. Der Absaugexperte übernimmt auch die Wartung einer kompletten Filteranlage. Einmal jährlich beispielsweise bauen die Fachkräfte von Büchel die verdreckten Filter der Absauganlage aus und tauschen sie gegen neue. Die verschmutzten Filter werden dann in der modernen Reinigungsanlage mit Whirlpool und Ultraschall gesäubert, so dass sie wieder verwendet werden können. Selbstverständlich sorgt Büchel für die umweltgerechte Entsorgung der anfallenden Schadstoffe. Die Anzahl der Filter, die Büchel für die Wartung auf Lager hält, wird dabei ständig dem Bedarf angepasst. „Einer der Vorteile des Servicepakets ist, dass der Kunde keine Ersatzfilter auf Lager halten muss. Das spart nicht nur Lagerplatz, sondern bringt auch eine erhebliche Kostenersparnis mit sich, da die Anschaffungskosten für weitere Filtereinheiten wegfallen“, so Klaus Schmidt.

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