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Abstimmung der Arbeitsmittel spart Zeit beim Graugusschleifen

| Autor/ Redakteur: Michal Hubálek / Peter Königsreuther

Hersteller von Gussteilen sehen sich mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Bauteile vergleichsweise aufwendig spanend nachzuarbeiten. Ein Graugussspezialist hat deshalb seinen Nacharbeitsprozess von einem Schleifexperten analysieren lassen und profitiert jetzt durch gut aufeinander abgestimmte Schleifsysteme.

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Bild 2: Das neue Schleifmittel ist zwar teurer als das bisherige, aber es hat eine viermal höhere Standzeit und verträgt die doppelte Drehzahl.
Bild 2: Das neue Schleifmittel ist zwar teurer als das bisherige, aber es hat eine viermal höhere Standzeit und verträgt die doppelte Drehzahl.
( Bild: Deprag )

Ein renommierter Hersteller von Pumpengehäusen aus Grauguss wollte seinen Arbeitsprozess unter die Lupe nehmen und optimieren, um die Fertigung seiner Gussteile wirtschaftlicher zu machen. Weil die Nacharbeit an den Pumpengehäusen durch Schleifen erfolgt, wandte sich das Unternehmen mit der Bitte um Unterstützung an die Schleifexperten der Firma Deprag CZ, einer Tochter der Deprag Schulz GmbH u. Co. aus Amberg. Bei der Untersuchung der Istsituation war es besonders wichtig, nicht nur die Schleifmaschine, sondern auch das verwendete Schleifmittel im Gesamtkontext zu berücksichtigen.

1-kW-Turbinenschleifer erhöht die Produktivität

Der Kunde konnte beim üblichen Schleifen eine maximale Schnittgeschwindigkeit von 32 m/s erzielen. Bei genauerer Betrachtung der technischen Details stellte sich heraus, dass ein Schleifmittel eingesetzt wurde, das eine maximale Drehzahl von 15.000 min-1 zulässt. Für die Bearbeitung seiner Graugussteile nutzte der Kunde die gerade Schleifmaschine GDS100-190 BX mit Lamellenmotor aus dem Standardprogramm der Deprag Industrial Werkzeuge. Diese Schleifmaschine ist mit einer Leistung von 1 kW und einer Leerlaufdrehzahl von 19.000 min-1 die passende Maschine für das bisher eingesetzte Schleifmittel. Nach abgeschlossener Untersuchung der Istsituation wurden die Anwendungstechniker der Deprag aktiv. Sie sollten erreichen, dass die Produktivität beim Graugussschleifen deutlich gesteigert wird. Grundsätzlich löst man diese Aufgabe durch eine Erhöhung der Schnittgeschwindigkeit. Für die optimale Bearbeitung der Graugussteile wählten Deprag einen geraden Turbinenschleifer des Typs GDST100-280 BX mit einer Leistung von 1 kW und einer Leerlaufdrehzahl von 28.000 min-1 aus.

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Um das Leistungspotenzial dieses Turbinenschleifers auszuschöpfen, mussten die Deprag-Experten aber noch das passende Schleifmittel finden, das für die deutlich höheren Drehzahlen geeignet ist: Die Anwendungstechniker wählten ein Schleifmittel, das bei einer Drehzahl von 29.800 min-1 nun nahezu die doppelte Drehzahl im Vergleich zu den bisher verwendeten Schleifmitteln zulässt. Allerdings war der Kunde anfangs alles andere als begeistert, als er den Einkaufspreis dieses qualitativ hochwertigen Schleifmittels erfuhr, der etwa viermal so hoch ist. Doch so einfach kann man sich diese Rechnung nicht machen. Denn ob eine Lösung wirtschaftlich sinnvoll ist, entscheidet erst der Praxistest. Und diesen haben die Deprag-Leute mit der Turbinenschleifmaschine und dem alternativen, aber teureren Schleifmittel vor Ort durchgeführt.

Umstellung auf den Turbinenschleifer verbessert die Standzeit

Bei dieser Demonstration konnte in Verbindung mit der speziellen Turbinenschleifmaschine eine Schnittgeschwindigkeit von 47 m/s erzielt werden. Das bedeutete eine um 46 % höhere Geschwindigkeit, als bei der herkömmlichen Schleifsystemkonstellation. Doch dieses Ergebnis stand nicht allein: Mit diesem Vor-Ort-Test konnte Deprag nicht nur bewiesen, dass mit der Umstellung auf den Turbinenschleifer die Bearbeitungszeit deutlich kürzer wird, sondern dass das neue Schleifmittel auch eine viermal höhere Standzeit erreicht. Mit dieser signifikanten Standzeiterhöhung hatte der Kunde nicht gerechnet.

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