Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Additive Fertigung

Additive Fertigung erneut im Fokus der Euromold

| Autor / Redakteur: Nora Nuissl / Nora Nuissl

„Für Anwendungen mit Kunststoff gibt es eine größere Vielfalt an Verfahren, in der Metallverarbeitung werden das Pulverbettverfahren oder das Laserauftragsschweißen in der Industrie eingesetzt“, erklärt Rainer Gebhardt vom VDMA.
Bildergalerie: 3 Bilder
„Für Anwendungen mit Kunststoff gibt es eine größere Vielfalt an Verfahren, in der Metallverarbeitung werden das Pulverbettverfahren oder das Laserauftragsschweißen in der Industrie eingesetzt“, erklärt Rainer Gebhardt vom VDMA. (Bild: Stefanie Michel)

Das Interesse an additiven Fertigungsverfahren ist groß. Daher greift die diesjährige Eurmold das Thema erneut in großem Maße auf: Zahlreiche Unternehmen zeigen ihre Bandbreite an additiven Fertigungslösungen und auf dem Fachkongress zu Additive Manufacturing diskutiert Branchenexperte Terry Wohlers die Zukunft der Technik.

Die Frau steht im Raum und wird innerhalb weniger Sekunden gescannt. Der Scanner erfasst dabei ihre Form und mit einem speziellen Weißlicht sogar die Farbschattierungen ihrer Haut und Kleidung. Die gescannten Daten werden am Computer in ein CAD-Modell umgewandelt, das wiederum in Lagen aufgeteilt wird. Schicht für Schicht entsteht aus den Lagen im Drucker ein dreidimensionales Abbild. Dafür spritzt der Drucker mit einer Düse Bindemittel in loses Kunststoffpulver. Das feine Pulver verklebt an den vom Computer berechneten Stellen. Schichtweise wächst so ein lebensnahes Abbild der Frau heran.

Was heute im Alltag in bezahlbarem Rahmen möglich ist, erfreut sich auch in der Industrie größerer Beliebtheit. So können bereits Zahnräder, filigrane Details in Bauteilen oder sogar eine bisher aus 40 einzelnen Bauteilen bestehende Turbine eines Windrads in einem Stück gedruckt werden.

„Das Interesse an 3D-Druck ist sehr groß“

Die Möglichkeiten additiver Verfahren scheinen groß – auch in der Industrie. „Das Interesse im Maschinen- und Anlagenbau für 3D-Druck ist sehr groß“, betont Rainer Gebhardt, Experte bei der Arbeitsgemeinschaft „Additive Manufacturing“ (AM) des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA).

Klare Vorteile bei additiver Fertigung

Die Vorteile lägen auf der Hand: Man benötige keine Werkzeuge mehr für die Herstellung von Prototypen und die Performance von Maschinen ließe sich durch die Verwendung von generativ hergestellten Bauteilen in vielen Fällen steigern, erklärt Gebhardt. Zudem erhoffen sich Unternehmen vorwiegend Kostenersparnis. Zum einen fällt durch den direkten Druck eines CAD-Modells die Herstellung von Werkzeugen zum einmaligen Gebrauch bei der Entwicklung von Prototypen weg. Zum anderen erschließen sich auch neue Möglichkeiten für die Lagerhaltung. „Künftig muss kein breites Sortiment an Ersatzteilen im Unternehmen vorrätig sein. Man braucht nur noch die Daten eines Bauteils und kann die benötigten Teile nach dem Prinzip ‚Print-on-Demand‘, also Stückgenau auf Bedarf, drucken“, ist der Projektleiter der VDMA-Arbeitsgemeinschaft überzeugt.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43053929 / Additive Fertigung)

Themen-Newsletter Additive Fertigung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

Landshuter Leichtbau-Colloquium

Wie der Leichtbau die Spielregeln verändert

15.03.19 - Auch Berlin hat es begriffen: Der Leichtbau eröffnet neue technische Möglichkeiten. Ministerialrat Werner Loscheider vom Bundeswirtschaftsministerium bezeichnete ihn deshalb auf dem 9. Landshuter Leichtbau-Colloquium (LLC) als „Gamechanger“. lesen

Das erste vernetzte Roboter-Exoskelett für IIOT

Hannover Messe 2019

Das erste vernetzte Roboter-Exoskelett für IIOT

20.03.19 - German Bionic präsentiert in Hannover unter anderem das erste Roboter-Exoskelett für das industrielle IoT sowie die dritte Generation des Cray X. lesen

ADI – leichter als Aluminium, härter als Stahl

Metall

ADI – leichter als Aluminium, härter als Stahl

13.03.19 - Seit Jahrzehnten stehen Bauteile aus Aluminium, Titan oder Magnesium für eine Gewichtsoptimierung anspruchsvoller Konstruktionsbauteile. ADI könnte das ändern. lesen