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AMB 2018

Additive Verfahren und Robotik forcieren Metallbearbeitung

Zur Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung 2018 (kurz AMB) in Stuttgart werden vom 18. bis 22. September rund 90.000 internationale Fachbesucher und 1500 Aussteller erwartet. Letztere zeigen auf einer Fläche von über 120.000 m² Innovationen und Weiterentwicklungen.

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Die internationale Ausstellung für Metallbearbeitung AMB wird in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Robotik und die Additive Fertigung legen. Beide gelten laut Aussage vieler Experten aus der Ausstelleriege eher als ergänzende Verfahren, denn als Konkurrenz zur klassischen Zerspanung. Nicht zuletzt könnte Kollege Roboter und generative Prozesse die Effizienz von Werkzeugmaschinen deutlich steigern, heißt es. Diese Chance müsste jetzt genutzt werden.
Die internationale Ausstellung für Metallbearbeitung AMB wird in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf die Robotik und die Additive Fertigung legen. Beide gelten laut Aussage vieler Experten aus der Ausstelleriege eher als ergänzende Verfahren, denn als Konkurrenz zur klassischen Zerspanung. Nicht zuletzt könnte Kollege Roboter und generative Prozesse die Effizienz von Werkzeugmaschinen deutlich steigern, heißt es. Diese Chance müsste jetzt genutzt werden.
(Bild: Messe Stuttgart)

Unterstützt wird die AMB 2018 von den ideellen Trägerverbänden VDMA Fachverband Präzisionswerkzeuge, VDMA Fachverband Software und Digitalisierung sowie VDW Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

Additive Verfahren und Roboter dringen vor

Laut dem Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) werde die klassische Werkzeugmaschine die Fertigungshallen auf absehbare Zeit weiterhin dominieren – trotz teilweise konkurrierender Technologien. Diese Aussage wurde aufgrund einer internen Studie getroffen. Am Beispiel Additive Manufacturing (AM) bedeutet das, dass zwar viel über additiv hergestellte Teile gesprochen wird, diese aber zahlenmäßig nach wie vor einen verschwindend geringen Anteil ausmachen.Das sieht auch Axel Boi, Leiter der Produktplanung beim Werkzeugmaschinenhersteller Chiron, so: „Natürlich wird sich die Grenze hin zu größeren Stückzahlen verschieben, aber da heute bei allen 3D-Prozessen eine mechanische Bearbeitung der Funktionsflächen erforderlich ist, sehe ich hier mehr Chance als Risiko.“ Die Vorteile von AM-Verfahren liegen für Dr. Alexander Broos, Leiter Forschung und Technik beim VDW, „überall dort, wo komplexe Teile in kleinen Stückzahlen oder sogar individualisiert gefertigt werden müssen, also beispielsweise im Formenbau oder der Medizintechnik". Additiv hergestellte Bauteile erforderten jedoch auf jeden Fall eine ganz spezifische Betrachtung des Einzelfalls, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. „Eine solche Beurteilung ist jedoch deutlich anspruchsvoller als für konventionelle Dreh- oder Frästeile.“

Evolutionäre Anpassung statt Disruption

Die Gefahr einer Disruption sieht auch der Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller Starrag nicht. „Es geht vielmehr um die evolutionäre Anpassung der Bearbeitungslösung im Gesamtkontext der Wertschöpfungskette“, ist Managing Director Dr. Marcus Otto überzeugt. Als Beispiel für einen solchen Evolutionsprozess verweist er auf die Bearbeitungszentren der Starrag-Marke Heckert. „Verfahren wie das Verzahnen, Schleifen, das Rührreibschweißen und selbstverständlich das Drehen sind auf unseren Maschinen bereits Alltag.“ Dr. Ömer Sahin Ganiyusufoglu berät seit einigen Jahren den chinesischen Werkzeugmaschinenhersteller SYMG, dem in Deutschland das Unternehmen Schiess gehört. Technologien wie Robotik oder AM würden seiner Meinung nach die Einsatzpotenziale der Werkzeugmaschine sogar erhöhen und das Produktportfolio ergänzen. So seien beispielsweise sinnvolle Einsatzfälle für AM neben dem Prototypenbau auch Reparaturen von Turbinenschaufeln.

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