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Industrie Informatik

Agieren statt reagieren – mit einer MES-Lösung

| Autor / Redakteur: Timo M. Böhler / Reinhold Schäfer

Suche nach mehr Transparenz

„Wir wollten die Daten möglichst dort erfassen, wo sie entstehen. Wir suchten nach einer Möglichkeit zur Verbesserung der Transparenz, um zu jedem Zeitpunkt über aktuelle Auftragssituationen Bescheid zu wissen“, so der Produktionsleiter. „Mit einem Team qualifizierter Ingenieure und Fachkräfte entwickeln und fertigen wir heute pro Jahr etwa 700 Verpackungsmaschinen für die Grundstoffindustrie. Zudem bieten wir innovative Gesamtlösungen von der Aufbereitungstechnik über die Lagerung und Verpackung bis hin zur Versandtechnik. Um dieses breite Spektrum an Leistungen langfristig wirtschaftlich und unter Berücksichtigung vorhandener Kapazitäten optimal fertigen zu können, war die Einführung eines leistungsstarken MES ein logischer Schritt“, erläutert Bauer.

Wichtige Voraussetzungen, die das neue System erfüllen sollte, waren eine schnelle Reaktion auf Prozessänderungen, frühzeitige Hinweise auf Planabweichungen sowie die Konfigurierbarkeit und Anpassung an die jeweilige Arbeitsaufgabe. Den Produktionsplanern im Unternehmen sollte die aktuelle Fertigungssituation möglichst transparent – und im Idealfall online – dargestellt werden. „Cronetwork war schon damals äußerst benutzerfreundlich und intuitiv aufgebaut“, begründet Bauer die Entscheidung für dieses System.

MES und ERP im Einklang

Ein weiterer, wichtiger Schritt war ab 2011 die stufenweise Vorbereitung auf die anstehende SAP-Einführung. Die bis dato vorherrschende Client-Server-Umgebung wurde auf eine webbasierte Lösung umgestellt und sowohl die Betriebsdaten- als auch die Personalzeiterfassung erfolgte fortan über Touch-PC in allen Produktionsbereichen. Seit dem Launch von SAP zum Jahreswechsel 2013/2014 werden sämtliche Produktionsmitarbeiter mittels Cronetwork PZE geführt und verwaltet. Zusammen mit Cronetwork BDE (Betriebsdatenerfassung) und Feinplanung erfolgt heute die Auftragssteuerung nach Freigabe über eine zertifizierte Schnittstelle von SAP an das MES. Die bewerteten Auftragsdaten werden direkt an SAP Controlling (CO) zurückgemeldet. „Unser wichtigstes Ziel bei der Einführung war es, die MES-Module BDE und PZE (Personalzeiterfassung) so weit vorzubereiten, dass Mitarbeitermeldungen und Auftragsdaten möglichst rasch ins SAP-System integriert werden konnten. Somit war es bereits ab dem ersten Tag nach dem Echtstart möglich, Personenbuchungen und Auftragsdaten fehlerfrei vom Cronetwork in unser neues ERP-System zu melden“, sagt Andreas Bauer.

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