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Testgeräte Aktives Monitoring-System für Hochspannungs- und Hochstromtests

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Der Emergency Shutdown Controller von Amotronics bietet einen aktiven Schutz für wertvolle Laboranlagen.

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Emergency-Shutdown-Controller
Emergency-Shutdown-Controller
(Bild: Amotronics, Bruce Rolff_shutterstock.com)

Damit sollen Beschädigungen und ein Ausfall hochwertiger Komponenten wie Stromgeneratoren und Kondensatorbänke und damit einhergehende langwierige und teure Testausfälle verhindert werden. Der Controller überwacht in Echtzeit Laborversuche mit Gleich- oder Wechselspannungen aller Spannungs- und Leistungsebenen.

Notabschaltung innerhalb von 1µs

Innerhalb von 1 µs initiiert er im Störfall über seine Ausgangssignale die sofortige Notabschaltung und kann weitere Schutzmaßnahmen einschließlich Sicherheitsabfolgen wie kontrollierte Erdung, akustische und optische Warnsignale auslösen, heißt es. Trenn- und Überstromfehler werden erkannt. Der Controller entspricht den Prüfanforderungen für digitale Datenverarbeitung gemäß DIN EN 61083 für Messgeräte und Software für Messungen bei Hochspannungs- und Hochstrom-Prüfungen.

System bleibt in Pausen aktiv

Während der Schaltzyklen eines Leistungstests überwacht er zum Beispiel an bis zu acht Eingängen ein- oder dreiphasig Strom- und Spannungswerte.Dabei erkennt das System selbstständig den Testbeginn, kontrolliert und protokolliert dann kontinuierlich den Testfortschritt und reagiert bei einer Störung. Trennfehler bei Schaltertests werden ebenso erkannt wie Überstromfehler. Auch die korrekte Beendigung der aktiven Testphase wird geprüft. Die geplante Testdauer kann wahlweise als Zeitwert oder über die Anzahl der Sinus-Halbwellen festgelegt werden. Auch in den Pausenphasen bleibt das System aktiv und überwacht Spannungen und Ströme auf Einhaltung zulässiger Pegel. Für typische Leistungsschalter-Tests bietet Amotronics vordefinierte Konfigurationsmasken, heißt es weiter.

Lichtwellenleiter übertragen die Daten

Für die Übertragung der Ausgangssignale setzt Amotronics – wie bei der Datenübertragung der hauseigenen Saturn-Messsysteme – auf vollständig isolierte Lichtwellenleiterübertragung. Das garantiere robuste Widerstandsfähigkeit gegenüber den bei Leistungsschaltertests typischen elektromagnetischen Störeinflüssen. Digitale Signalfilter sollen zusätzlich während des Monitorings kurzzeitige Störimpulse reduzieren, wodurch eine unbeabsichtigte Fehlabschaltung verhindert werde. Große Distanzen zwischen Kontrollraum und Testzellen sollen die optischen Leiter problemlos und ohne relevante Zeitverzögerung überwinden. Auf Wunsch sind von Amotronics schnelle IGBT-Halbleiterschalter zur direkten Ansteuerung von Leistungsschaltern erhältlich.

Bestehende Geräte sind erweiterbar

Das Gerät füge sich nahtlos in jede existierende Laborumgebung ein. Amotronics integriert das System aber auch in die eigenen Saturn-Messsysteme. So sei es möglich, die Messsignale eines Saturn-Transientenrekorders direkt zu nutzen oder auf die Ausgabe des Saturn-Sequencer/Timer-Controllers zuzugreifen. Dank des modularen Aufbaus könne man auch bestehende Mess- und Steuerungssysteme von Amotronics jederzeit erweiterten.

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