CAD-Arbeitsplatz Aktuelle Workstations für den CAD-Anwender

Redakteur: Stefanie Michel

Noch kleiner, noch hochleistungsfähiger – und das zu günstigen Preisen: so lauten zumindest die Versprechungen der Workstation-Anbieter. Wir stellen einige der neuen Modelle vor, die für den CAD-Anwender von Interesse sind.

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Die Lenovo-Workstations P520 und P520c eignen sich aufgrund ihrer hohen Rechen- und professionellen Grafikleistung besonders gut für CAD-Anwendungen.
Die Lenovo-Workstations P520 und P520c eignen sich aufgrund ihrer hohen Rechen- und professionellen Grafikleistung besonders gut für CAD-Anwendungen.
(Bild: Lenovo)

Bereits im Frühjahr hat Lenovo sein Angebot an mobilen und stationären Workstations erweitert. Die Modelle P520 und P520c eignen sich laut Hersteller aufgrund ihrer hohen Rechen- und professionellen Grafikleistung besonders gut für CAD-Anwendungen. Aber nicht nur dafür: Beide Systeme sind VR-Ready und verfügen über umfangreiche ISV-Zertifizierungen (darunter Adobe Autodesk, Dassault Sysèmes, PTC und Siemens).

Lenovo P520: Auch für rechen- und grafikintensive VR-und CAD-Anwendungen

Beim Blick auf Hardware, Software und Wartung bieten die Workstations einfache Lösungen: So lassen sich Komponenten komplett werkzeuglos austauschen beziehungsweise nachrüsten. Die Zertifizierung zahlreicher führender Software-Anbieter soll dem Nutzer garantieren, dass die von ihm benötigte Branchenlösung zuverlässig und vollumfänglich auf der Maschine läuft. Sollte es doch einmal Probleme geben, so hat der Nutzer Anspruch auf Support durch den Software-Anbieter.

Mit den neuesten Intel-Xeon-W-Prozessoren mit bis zu 18 Kernen und bis zu 4,5 GHz bietet die P520 die höchste Rechenleistung aller Single-Socket Workstations von Lenovo. Auf Seiten der Grafik werden bis zu zwei Nvidia Quadro P6000 Karten beziehungsweise zwei Nvidia Quadro GP100 Karten unterstützt. Zwei im Motherboard integrierte M.2-PCIe-SSD-Steckplätze sorgen mit bis zu 256 GB Hauptspeicher dafür, dass es zu keinen Verzögerungen durch das Nachladen von Daten kommt, so der Hersteller. Zudem unterstützt die P520 die Intel RAID-Virtualisierungstechnologie (VROC). Die patentierte Drei-Kanal-Lüftung sorge dafür, dass der interne Luftstrom und die Stromversorgung auch bei rechen- und grafikintensiven VR-und CAD-Anwendungen oder 3D-Animationssoftware gut funktioniere.

Das Ergebnis ist eine Balance aus hoher Leistung für anspruchsvolle Workloads und hoher Zuverlässigkeit für den Einsatz in geschäftskritischen Umgebungen. Die Workstation ist bei Lenovo ab 1559 Euro erhältlich

Lenovo P520c: Das kleine Kraftpaket

Etwas kleinere als die P520, soll die „Schwester“ P520c die Lücke zwischen Einsteiger-Workstation und High-End-System schließen.
Etwas kleinere als die P520, soll die „Schwester“ P520c die Lücke zwischen Einsteiger-Workstation und High-End-System schließen.
(Bild: Lenovo)

Die P520c zeichnet sich durch ihre kompakte Form aus: Das 25-Liter-Gehäuse ist gut ein Viertel kleiner als das 33-Liter-Chassie der P520. ie Komponenten der Think Station P520c können den Anforderungen und Bedürfnissen ihres Nutzers individuell und weitgehend frei angepasst werden. Die neuesten Intel-Prozessor Xeon W CPUs, Nvidia Quadro P5000 GPUs, schnelle, im Motherboard integrierte M.2PCIe-SSD-Steckplätze und bis zu 128 GB Hauptspeicher machen die Single-CPU Workstation dennoch zu einem Kraftpaket.

Mit Blick auf die Leistung schließt die P520c die Lücke zwischen Einsteiger-Workstation und High-End-System. Die Workstation ist bei Lenovo ab 1449 Euro erhältlich

Think Station P330: Einstiegssegment für CAD-Anwender

Gerade die Modelle Tower und SFF der Workstation-Familie Think Station P330 eignen sich für anspruchsvolle CAD-Anwendungen bei moderaten Kosten.
Gerade die Modelle Tower und SFF der Workstation-Familie Think Station P330 eignen sich für anspruchsvolle CAD-Anwendungen bei moderaten Kosten.
(Bild: Lenovo)

Die Think-Station-P330-Familie von Lenovo aus dem Einstiegssegment der Desktop-Workstations umfasst drei Formfaktoren: Tower, Small Form Factor (SFF) und Tiny. Die Modelle dieser Workstation-Familie wurden so designet, dass laut Hersteller auch anspruchsvolle CAD-Anwendungen mit höchst möglicher Zuverlässigkeit auf ihnen Laufen – und sich die Kosten für die Hardware dennoch in Grenzen halten. Das mache die neuen Think Station P330 besonders für kleine und mittelständische Unternehmen interessant.

Dank eines Redesigns des Chassis sind der Modelle Tower und SFF im Vergleich zu ihren Vorgängern um bis zu 30 % kleiner. Das 1-Liter Gehäuse der Think Station P330 Tiny sei das kleinste Workstation-Gehäuse der Welt, dessen Inneres trotzdem genug Raum für hohe Leistung biete. Dadurch lasse sich die Workstation an Orten einsetzen, wo bislang kein Platz für eine solche Rechenleistung war. Die neuen Intel-Xeon-E- und Core-Prozessoren der 8. Generation bringen einen Leistungszuwachs um mehr von 30 % im Vergleich zur Vorgängergeneration, unterstützen bis zu sechs Kernen pro CPU und ermöglichen 4,7 GHz Taktfrequenz. Mit der Leistungsfähigkeit der neuen Prozessoren lassen sich auch anspruchsvolle Aufgaben in Echtzeit erledigen, so Lenovo.

Die Think Station P330 Tower und SFF können außerdem mit neuen und schnellen Nvidia Quadro Grafikprozessoren ausgestattet werden. Beide Modelle verfügen über bis zu 64 GB DDR4-Speicher und bieten zusätzlich mehrere freie Speicherplätze, einschließlich eines M.2 NVMe direkt auf dem Motherboard beziehungsweise Flex-Modul-Unterstützung, für eine einfache Aufrüstung.

Kleinste Workstation mit viel Leistung

Der erste Blick auf die Think Station P330 Tiny kann täuschen, denn im Inneren der Workstation, die nicht größer als ein Milchtüte ist, steckt leistungsstarke Technik: bis zu 2 TB M.2 NVMe SSD-Speicher und ein Nvidia-Quadro-P620-Grafikprozessor, der die Verwendung von bis zu sechs unabhängigen Displays unterstützt.

Die kleine Bauform ermöglicht den Einsatz an Orten, wo für andere Workstations kein Platz ist. Das macht die Think Station P330 Tiny unter anderem für IoT-Lösungen interessant, bei denen große Datenmengen dezentral und in Echtzeit dort verarbeitet werden sollen, wo die Daten gesammelten werden, ehe die Ergebnisse der ersten Datenanalyse weitergeleitet werden.

HP Z4: Mit Intel-Xeon- oder Intel-Core-X-Prozessoren

Die Workstation HP Z4 ist wahlweise mit Intel-Xeon- oder Core-X-Prozessoren ausgestattet und unterstützt duale Extreme Graphics.
Die Workstation HP Z4 ist wahlweise mit Intel-Xeon- oder Core-X-Prozessoren ausgestattet und unterstützt duale Extreme Graphics.
(Bild: HP)

Auf der Solidworks World im Februar 2018 stellte HP die Workstation HP Z4 vor, die wahlweise mit Intel-Xeon- oder Core-X-Prozessoren ausgestattet wird und duale Extreme Graphics unterstützt.

Die HP-Z4-Workstation soll sich ideal für Konstruktion, Simulation, Rendering und Virtual Reality eignen und bietet eine entsprechend hohe Leistung. Sie erledigt Aufgaben, die eine hochfrequente Verarbeitung, mehrere CPU-Kerne und duale Hochleistungs-GPUs erfordern. Neben den Intel-Xeon-W-Prozessoren kann die Z4-Workstation jetzt mit Intel-Core-X-Prozessoren (erhältlich mit bis zu 18 Kernen) sowie zwei Extreme Graphics GPUs für hohe Ansprüche an Leistung und Produktivität ausgestattet werden.

„Die überarbeitete HP-Z4-Workstation sowie unser neuestes HP Windows Mixed Reality Headset und die kundenfreundlichen VR-Lösungen und -Services sorgen industrieübergreifend für eine Veränderung in der Produktenwicklung”, sagt Gwen Coble, Director, Workstations, Thin Clients, Retail Solutions and Immersive Computing, EMEA, HP Inc.

HP Z2: Leistungsstarke Workstations der Einstiegsklasse

Die Workstations der Familie HP Z2 sind die Workstation-Einstiegsklasse.
Die Workstations der Familie HP Z2 sind die Workstation-Einstiegsklasse.
(Bild: HP)

Mit der Familie Z2 präsentiert HP seine leistungsstarken Workstations der Einstiegsklasse unter anderem für Produktdesigner, Architekten und Kreative. Diese Familie der Einsteigerklasse besteht in der vierten Generation aus folgenden Geräten:

  • Die HP Z2 Mini G4 Workstation ist nach eigenen Angaben die leistungsfähigste Mini-Workstation der Welt und bietet ein hohes Leistungsniveau in einem kleinen Gehäuse (mit einem Gesamtvolumen von 2,7 l). Im Vergleich zur HP Z2 Mini der vorhergehenden Generation liefert sie die doppelte Grafikleistung. Eingesetzt werden die Nvidia-Quadro-P600- oder Nvidia-Quadro-P1000-Grafikprozessoren. Darüber hinaus gibt es die Option für die AMD Radeon Pro WX4150-Grafik-Hardware. Diese Mini-Workstation wird ab August 2018 ab 759 Euro erhältlich sein.
  • Die HP Z2 Small Form Factor (SFF) G4 Workstation liefert im gleichen kompakten Format 50 % mehr Rechenleistung als die vorhergehende Generation. Die Sechskern-CPU sorgt für eine Leistungssteigerung. Die HP Z2 SFF bringt Individualisierung auf eine neue Stufe mit flexiblen E/A-Optionen, die PCIe-Slots frei machen und gleichzeitig eine Ausrichtung auf veraltetes oder spezialisiertes Zubehör sowie sich verändernde Display-Anforderungen erlaubt. Die Workstation HP Z2 Small Form Factor wird ab August 2018 ab einem Preis von 739 Euro erhältlich sein.
  • Die HP Z2 Tower G4 Workstation ist laut HP die leistungsfähigste Einstiegs-Workstation der Welt und mit einer Grafik-Hardware bis zu Ultra 3D und den aktuellsten Intel-Core- oder Intel Xeon-Prozessoren auf komplexe Arbeiten wie BIM und Rendering ausgelegt. Ihre Ausstattung lässt die HP Z2 Tower anspruchsvolle 3D-Projekte bei einer verbesserten Grafikleistung von mehr als 60 % verglichen mit dem Vorgängermodell bewältigen. Die Workstation HP Z2 Tower wird ab August 2018 ab 769 Euro erhältlich sein.
  • Anspruchsvollen PC-Nutzern, die ihre Leistung aufrüsten und einen professionell zertifizierten Desktop einsetzen wollen, bietet HP die HP Elite Desk 800 Workstation Edition. Als kostengünstiger, kommerzieller Desktop eignet sich das Gerät ideal für Nutzer, die auf einen Desktop der Workstation-Klasse mit integrierter ISV-zertifizierter Anwendungserfahrung aufrüsten wollen. Die HP Elite Desk 800 Workstation Edition ist ab 669 Euro erhältlich.

Dell Precision 3930: Große Leistung bei kleinem Preis

Nur so groß wie eine Höheneinheit, aber leistungsfähig: die Workstation Dell Precision 3930 Rack eignet sich für komplexe Umgebungen, beispielsweise die industrielle Automatisierung.
Nur so groß wie eine Höheneinheit, aber leistungsfähig: die Workstation Dell Precision 3930 Rack eignet sich für komplexe Umgebungen, beispielsweise die industrielle Automatisierung.
(Bild: Dell)

Dell bringt eine neue 1-HE-Rack-Workstation und drei neue Tower-Workstations auf den Markt. Die neuen Modelle bieten vor allem Einsteigern leistungsfähige und kompakte Workstations zu erschwinglichen Preisen.

Die neue Dell Precision 3930 Rack Workstation wurde auf Basis von Kunden-Feedback entwickelt und verpackt hohe Leistung in einem kompakten und robusten Design. Dennoch soll der niedrige Preis ideal für den Einstiegsbereich sein (er wird erst Ende Juli bei Markteinführung bekannt gegeben; in den USA ist die Workstation ab 899 Dollar erhältlich). Mit einer Größe von einer Höheneinheit sorge das Gerät nicht nur für eine optimierte Rack-Dichte, sondern erlaubt auch den Einsatz bei höheren Umgebungstemperaturen. Die geringe Einbautiefe des Racks und Features wie Staubfilter und Legacy-Anschlüsse ermöglichen eine einfache Integration in komplexe und schwierige Umgebungen, etwa für medizinische Bildgebung oder industrielle Automatisierung.

Technische Daten:

  • Prozessoren: Intel Xeon E-2100 CPUs oder Prozessoren der kürzlich auf den Markt gekommenen achten Generation von Intel Core i-CPUs
  • Arbeitsspeicher: bis zu 64 GB 2666-MHz-DDR4
  • Grafikkarten: Nvidia Quadro Professional oder AMD Radeon Pro GPUs Die Speicher: bis zu 20 TB skalierbar
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Tower-Workstations: Einsteiger-Workstation für Daten- und Grafik-intensive Aufgaben

Neben dem neuen Rack bringt Dell auch drei neue Tower-Workstations auf den Markt. Diese adressieren mit ihren erschwinglichen Preisen ebenfalls den Einstiegsbereich und eignen sich für Daten- und Grafik-intensive Aufgaben auf Gebieten wie Engineering oder Wissenschaft.

  • Zu den neuen Geräten zählt der Dell Precision 3630 Tower, der noch einmal kleiner und gleichzeitig ausbaufähiger ist als seine Vorgängergeneration. Um das geistige Eigentum zu schützen, das die Nutzer mit ihren Workstations oft produzieren, steht ein optionales Smartcard-Lesegerät (CAC/PIV) zur Auswahl. Aufgrund der Leistung der Workstation, eignet sie sich auch für die Erstellung und Nutzung von VR-Content. Die Workstation lässt sich mit Intel Core i-CPUs der achten Generation und den neuen Xeon E-2100 CPUs bestücken. Sie bietet bis zu 64 GB an 2666 MHz schnellem Arbeitsspeicher und unterstützt Grafikkarten mit bis zu 225 W. Als Storage-Optionen stehen SATA- und PCIe-NVMe-SSDs zur Auswahl, die sich auf eine Kapazität von bis zu 16 TB mit RAID-Unterstützung konfigurieren lassen.
  • Die ebenfalls neue Dell Precision 3430 Small Form Factor Tower Workstation bietet laut Hersteller ähnliche Vorteile wie der Precision 3630 Tower, allerdings in einem noch kleineres Gehäuse. Sie unterstützt Grafikkarten mit bis zu 55 W. Ihre Storage-Kapazitäten betragen bis zu 6 TB mit RAID-Support.
  • Die dritte Neuerung ist die Dell Precision 5820 Tower Workstation. Sie unterstützt nun zusätzlich zu Intel Xeon W-CPUs auch Prozessoren der Intel Core X-Series. Durch diese erweiterten CPU-Optionen ermöglicht sie es Anwendern, zu einem erschwinglicheren Preis von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit einer Workstation zu profitieren.

Alle neuen Workstations unterstützen Intel Optane Memory, was eine hohe Reaktionsfähigkeit gewährleisten und die Storage-Kosten auch bei großen Kapazitäten niedrig halten soll. Dell arbeitet bei den neuen Workstations für ISV-Zertifizierungen zudem wieder mit Anbietern von entsprechenden Anwendungen zusammen.

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