Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Amba auf der Tube 2018

All-in-one-Prinzip für die Kaltumformung von Rohren

| Redakteur: Frauke Finus

Rohre mit über die Länge variierendem Querschnitt wurden bisher warm umgeformt und mussten anschließend zerspant werden. Jetzt stellt Amba All-in-one-Maschinen für die Kaltumformung von Rohren vor.
Rohre mit über die Länge variierendem Querschnitt wurden bisher warm umgeformt und mussten anschließend zerspant werden. Jetzt stellt Amba All-in-one-Maschinen für die Kaltumformung von Rohren vor. (Bild: Amba)

Auf der Tube stellt Amba All-in-one-Maschinen für die Kaltumformung von Rohren vor.

Rohre mit über die Länge variierendem Querschnitt wurden bisher warm umgeformt und mussten anschließend zerspant werden. Das brachte erheblichen Zeitaufwand mit sich, hinzu kamen das Umspannen der Werkstücke und entsprechend aufwändiges Handling.

In einer Anlage für die Produktion von Achsen für Fahrzeugsitze wendet die Aachener Maschinenbau GmbH (Amba) das All-in-one-Prinzip an, das sich bereits bei der Herstellung langer Schrauben bewährt hat: Der gesamte Prozess des Kaltumformens in sieben Stufen und einer Formwalze bis hin zum Stempeln läuft vollautomatisch in einer einzigen Maschine ab, wie der Hersteller mitteilt. Die Rohre verließen die Maschine einbaufertig, eine weitere Bearbeitung sei nicht erforderlich.

Kalt umgeformte Rohre weisen ein besseres Festigkeitsverhalten auf

Manfred Houben, einer der beiden Geschäftsführer von Amba, hat die Kosten seiner Kunden im Blick: „Der Clou ist die deutlich höhere Produktivität, die unsere Kunden erzielen: Von der automatisierten Zuführung aus einem Bunker mit hohem Fassungsvermögen bis zum einbaufertigen Rohr läuft der gesamte Prozess automatisch. Das reduziert nicht nur den Personalaufwand drastisch, die Kaltumformung bringt im Vergleich mit dem spanenden Verfahren auch geringere Kosten für die Werkzeuge mit sich.“

Ein weiterer Vorteil ist, so heißt es weiter, dass kalt umgeformte Rohre generell ein besseres Festigkeitsverhalten aufweisen als warm umgeformte. Außerdem werde im Gegensatz zum Drehen kein Material abgetragen. Das bedeutet: Das fertige Rohr hat auch an den Übergängen eine gleichmäßige Wandstärke. So kann bei der Kaltumformung in der All-in-one-Maschine aus einem dünnen Rohr ein Bauteil entstehen, das die gleiche Festigkeit aufweist wie ein dickeres, warm umgeformtes, wie das Unternehmen mitteilt. Die Konsequenz seien geringere Materialkosten und Gewichtseinsparung bei den Bauteilen.

Die All-in-one-Maschinen eignen sich für Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 50 mm.

Feuerprobe bestanden: Achsen für Autositze

Der Betreiber der ersten All-in-one-Maschine für Rohre produziert Achsen für Autositze, die in sechs Bereichen drei verschiedene Durchmesser aufweisen. Bisher wurden sie zunächst hydraulisch umgeformt und anschließend zerspanend bearbeitet, wie Amba mitteilt. Mit der All-in-one-Maschine erziele der Betreiber der Anlage jetzt einen Durchsatz von etwa 35 Stück pro Minute – mehr als zehnmal so viel wie beim vorher angewandten konventionellen Verfahren. Den Praxistest habe die Maschine bestanden: Im Jahr 2017 hat sie bereits mehr als 1 Mio. Rohre für die Automobilindustrie produziert. Die erzielten Fertigungstoleranzen liegen bei +/- 0,05 mm.

Amba auf der Tube 2018: Halle 15, Stand C36

Weitere Meldungen zur Tube finden Sie in unserem Special.

Tube und Wire knacken Größenrekord

Tube und Wire 2018

Tube und Wire knacken Größenrekord

19.01.18 - Wie die Messe Düsseldorf als Veranstalterin des Messeduos Tube und Wire in dieser Woche vermeldet, werden die beiden Messen in diesem Jahr den Größenrekord knacken. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45129073 / Umformtechnik)

Themen-Newsletter Produktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

Aus der Praxis

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

06.08.18 - Erfahrung und viel Eigeninitiative ist das Rezept von Audi zu einer erfolgreichen Additiven Fertigung im eigenen Haus. Wie sie es umsetzen, zeigt das 3D-Druck-Zentrum für den Metalldruck mit SLM-Verfahren. lesen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

Mint-Frauen

Diese Ansprüche stellen Ingenieurinnen an Arbeitgeber

03.08.18 - Sie lieben Technik und lösen mit Leidenschaft Probleme – für ihre Kunden. Doch in vielen Unternehmen fehlen Ingenieurinnen. Entwicklerinnen haben uns erzählt, was ihnen im Beruf wichtig ist. Ingenieurinnen wollen ... lesen

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

Fiessler

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

06.08.18 - Das Beispiel eines Maschinenimporteurs, der eine Gesenk­biegemaschine einführte, zeigt, dass man sich nicht immer auf das CE-Zeichen verlassen kann. Eine Überprüfung ergab, dass die Sicherheitssteuerung nicht vorschriftsgemäß in das Maschinenkonzept eingebunden war. Mit einer Nachrüstung konnte das Problem behoben werden. lesen